Schänke: Zur Nachtschicht

Cordovan

Malkavianer Antitribu
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Seid gegrüßt, ihr Wanderer in der Nacht!

Dieses Topic folgt einer alten Tradition - nachzulesen hier: Nachtschicht. Wer noch mehr wissen will, der muß sich selbst in die verstaubten Kammern begeben und den Archivar befragen.

Dort gab es schon vor langen Zeiten immer ein paar treue Seelen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Forumsschlüssel, jenes legendäre Artefakt aus uralter Zeit, zu bewachen. Allen Gefahren der Nacht zum Trotz.


Doch das war eine andere Geschichte... eine neue beginnt jetzt...


Es ist eine lauwarme Hochsommernacht. Eine Lichtung, die in einem merkwürdigen Wald liegt, dient uns als Schauplatz des Geschehens. Auf dieser Lichtung steht einsam und verlassen eine kleine Holzhütte. Wenn man näher herangeht, dann kann man ein nicht mehr ganz so neues Schild sehen. Auf ihm ist zu lesen

Schenke: Zur Nachtschicht

Dieses Schild wird gerade von Cordovan auf Hochglanz poliert. Kurze Zeit später erstrahlt es in neuem Glanz und auch die Hütte wird einer Generalüberholung unterzogen.

Wiederum einige Zeit später.
Die Hütte schaut aus wie neu! Kein Zeichen von Verfall oder Moosbewuchs mehr zu entdecken.
Ein paar Wegweiser (die ebenfalls auf die Gefahr des Waldes hinweisen) weisen den hungrigen und durstigen Wanderern den Weg.
Die Tür steht einladend auf und aus dem kleinen Schornstein steigt Rauch empor.

Cordovan hat es sich in seinem Sessel bequem gemacht. Er ist gespannt, ob es Grischa mal wieder hierher in die alte Zufluchtsstätte verschlägt. Vor allen Dingen würde er sich wohl über einen Besuch von Yaspa freuen.
Einer alten Tradition folgend hat Cordovan den Brötchenteller mit frischem Backwerk garniert und ein riesiges Nutellaglas auf den Tisch gestellt. Das immervolle Bierfaß steht auf dem kleinen Tresen, wo Cordovan ein paar Bierkrüge hingestapelt hat. Auch an einen Kühlschrank ist gedacht. Der See hat selbst im Hochsommer angenehme Temperaturen, wo man das Blut schön kühl halten kann.

Es ist alles bereit. Nun müssen nur noch die Gefährten aus alten Tagen wieder hierherfinden... oder finden gar neue Freunde hierher?

Cordovan vertreibt sich die Zeit indem er einen Folianten zur Hand nimmt und anfängt darin zu lesen.


P.S. @ Rink & Tirion: Ich habe es endlich doch geschafft. :D:)
 
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Ulan Batur

Mohnblume
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Verärgert stapft Ulan durch den Wald. Eigentlich wollte sie ja schlafen. Und war auch richtig müde. Aber dann... Immerhin, das Dunkel zwischen den Bäumen ist beruhigend, und die aufsteigende Feuchtigkeit stimmt sie fast wieder versöhnlich. Und ein wenig froh. Schon fühlt sie eine kleine melancholische Melodie aus sich heraufsteigen. Und dann, zwischen den Schatten, ein flackerndes Licht. Ganz automatisch nähert sich Ulan dem Leuchten. Eine Hütte. Und im Fenster eine Gestalt, unscharf zu erkennen.

Stehen geblieben überlegt sich Ulan, ob sie die gesuchte Einsamkeit aufgeben und wirklich Menschen sehen möchte. Dann seufzt sie, und tritt ein.


Guten Abend.
 

Fjaldir

Grumsch dumm
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Grummelnd stapft eine Gestalt durch die gar finstere Nacht. Ihr Gesicht ist im Dämmerlicht zwischen den Bäumen kaum auszumachen, doch ihre Flüche schallen weithin durch den Wald. Die Eichhörnchen und Rehe nahmen reißaus, wohin dieses Wesen auch seinen Fuß setzte, was sicher nicht nur an seinen Schimpftiraden lag. Nein, auch sein etwas eigentümlicher Geruch konnte der Grund dafür sein. Aber was sollte man nach 4 Wochen in der Wildnis auch anderes erwarten?

Denn 4 Wochen war es nun her, dass Arralin aufgebrochen war um seine Suche nach Ariana fortzusetzen. Gefunden hatte er sie nicht, stattdessen hatte er entdeckt, dass er den Geschichten von Schelmen nicht glauben sollte. Zumindest nicht, wenn sie dabei ständig debil kicherten, denn an diesem Ort, den er momentan durchwanderte war kein menschliches Wesen zu entdecken, geschweige denn Ariana. Und zu aller Überfluß fand er nicht einmal mehr aus diesem Wald raus!

Er war in den letzten Tagen sogar dazu gezwungen gewesen sich von Beeren und Wurzeln zu ernähren, und das als Person seines Standes! Wenn das jemals seine Freunde in Kuslik hören würden, dann könnte er sich da nie mehr blicken lassen. Aber was tat man nicht alles für die Liebe? Leise seufzt Arralin und setzt seinen Weg in den dunklen Wald fort.

Schon mehrfach hatte er Hesinde angefleht ihm endlich einen Weg aus dieser Einöde zu zeigen, denn für einen gebildeten Stadtbewohner war dieser Wald nichts anderes, aber die Göttin schwieg. Doch da... was ist das? Riecht er tatsächlich da Rauch? Blitzschnell zieht Arralin daraus einen Schluß: Wo Rauch ist, da ist Feuer. Und wo Feuer ist, da ist Leben!

Eine kleine Stimme in seinem Unterbewusstsein versucht ihn davor zu warnen, dass lebende Wesen nicht immer freundlich gesinnt sind, doch diese Stimme (war es die Stimme der Vernunft?) fegt er achtlos beiseite. Zu verlockend ist es heute die Nacht an einer warmen Lagerstätte zu verbringen, vor allem, da er selbst nicht in der Lage ist ein Feuer zu entzünden, außer durch einen gezielten Ignifaxius. Von dieser Maßnahme hatte er in den letzten Tagen aber Abstand genommen ...

Keuchend sucht sich Arralin seinen Weg durch die Wildnis und verliert dabei mehrfach seinen spitzen Hut, nach dem er sich aber jedes mal bückt. Einmal scheint dabei der Mond auf seine karottenroten Haare. Doch nach schier endlos scheinenden fünf Minuten hat Arralin tatsächlich eine kleine Lichtung erreicht und steht ... vor einem Gasthaus? Wer ist so verrückt HIER ein Gasthaus zu errichten?

Naja, ihm kann es egal sein, hauptsache ein warmer Schlafplatz und etwas gutes zu Essen warten hier auf ihn. Erschöpft stößt er die Tür auf und wankt in den Raum hinein. Eine einzelne Gestalt sitzt hier in einem Sessel und ließt einen großen Folianten, eine andere Gestalt - eine Frau- scheint auch gerade erst eingetreten zu sein. Arralin atmet auf, anscheinend hat er hier jemand intelligenten und kulturschaffenden gefunden. Artig verbeugt er sich, nachdem er seinen Spitzhut abgenommen hat.

Im Schein des Lichtes ist nun klar seine schwächliche Gestalt in der weißen (oder inzwischen eher drechsfarbenen) Robe zu erkennen. Sein Magierstab ruht in seiner rechten, den besagten Spitzhut trägt er in der linken, das zierliche Magierflorett hängt an seiner Seite. Er fährt sich kurz durch seine halblangen Haare und wendet sich dann an die einzelne Gestalt, die ihn fragend anschaut.


Möge Hesinde euch schützen, werter Herr. Mein Name ist Arralin Hibernian Selophin Horasio di Pomorese von Silas-Tegalliani, Adeptus minor der Hallen der Metamorphosen zu Kuslik. Zu Diensten. Auf einer gar beschwerlichen Queste durch die wilden Lande kam ich wohl etwas vom Weg ab, könnt ihr mir also sagen, wo dieser wahrlich traviagefällige Ort liegt? Oh, und ohne unverschämt erscheinen zu wollen, könnte ich bitte die Speisekarte und die Weinkarte sehen?

Fragend schaut Arralin abwechselnd den Mann und die Frau an und wartet auf eine Antwort.
 

Cordovan

Malkavianer Antitribu
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Bei dem Klang der Stimmen dreht sich Cordovan langsam um. Er hat sie schon vor langer Zeit vernommen. Besonders den merkwürdig gekleideten Mann mit dem Spitzhut und dem komischen Benehmen.

Seid gegrüßt, hübsche Wanderin. Nehmt Euch, was Euer Herz begehrt. Dort drüben findet ihr, was Ihr sucht. Cordovan deutet in Richtung Küchenecke.

Und auch ihr seid gegrüßt, Ara. Ich habe es nicht so mit langen Namen. Die kann ich mir nicht merken. Da könnte es passieren, daß ihr von mir denkt, daß ich verrückt bin... Cordovan kichert leise vor sich hin... und deswegen kürze ich Namen immer gerne ab.
Macht es Euch bequem, Ara. Auch Ihr werdet dort drüben - zeigt in die Küchenecke - finden, was Euer Herz begehrt. Personal hat es hier nicht. Dies ist eine bedienen-sie-sich-selbst-schenke.

Ich habe mich Euch zwei beiden doch sicherlich schon vorgestellt. Was schaut ihr mich so verwundert an? Habe ich das etwa noch nicht getan? Oh, wie peinlich... *hihi*...dann muß ich das ja wohl nachholen.

Mein Name ist Cordovan. Einfach nur Cordovan - manche nennen mich auch Cordi. Und um es von vorneherein klarzustellen - ich bin ein Malkavianer Antitribu...
Schaut doch nicht wieder so komisch. Wo kommt Ihr denn bloß her? Aus Kleinkleckersbach in Hintertupfingerland?
Ich bin ein Vampir. Und nehmt gefälligst Eure Kreuze und Euren Knoblauch weg... das kann mir eh nichts anhaben. Mal ganz ehrlich... ich mag es, wenn meine Nahrung diesen leichten Knoblauchgeschmack hat. Schmeckt immer so erfrischend. *leckt sich über die Lippen*

Cordovan sieht die entsetzten Blicke...

Aber das ist lange her. Schon lange nähre ich mich von Tierblut. Ich gebe Euch mein Wort, daß ich Euch nichts antun werde. Auch wenn man sagt, daß mein Wort nichts wert ist - aber das müßt Ihr ganz allein für euch selbst entscheiden.

Nehmt Teil an der Gastfreundschaft, die ich Euch anbieten kann.

Aber ich habe eine ganz andere Frage... wer riecht hier so streng?
Welches Unglück ist Euch widerfahren, daß ihr den Weg durch den verwunschenen Wald auf Euch genommen habt?
Ihr müßt wissen, daß der Weg voller Gefahren ist und das die Schönheit der Natur hier mehr Schein als Sein ist - der Wald bedeutet in den meisten Fällen Schlimmeres als den Tod... *hihi* Nein... der Wald hat mich nicht wahnsinnig gemacht. Ihr schaut aber auch schon wieder merkwürdig. Was ist denn am Wahnsinn so schlimm? Wahnsinn ist der ständige Begleiter auf all Euren Wegen. Ihr müßt ihn nur akzeptieren, dann kommt er auch zu Euch, schließt Euch ein mit seinem Wesen und macht Euch glücklich...

...aber ich sehe schon, daß ich Euch mit meinem merkwürdigen Gerede verwirre. Ihr denkt sicher, daß ich vollkommen debil bin... *hihi*

Cordovan setzt sich zurück in seinen Sessel, nachdem er sein Glas mit einer roten Flüssigkeit gefüllt hat und starrt in die Flammen, die der Kamin wirft...
 

Irvine

Scharfschütze
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Ein Schreck fährt in Irvine's glieder, er öffnet die Augen und erkennt mehrere Baumkronen vor dem tiefhängenden Nachthimmel.

Was ist nur passiert? Er richtet sich hastig auf, doch der stechende Schmerz im Nacken lässt ihn wieder zu Boden sinken ... nur langsam kommen die Erinnerungen wieder.

Sein vor kurzem erworbenes Ross ist durchgegangen und hat ihn unsanft abgeworfen, natürlich auf den einzigsten Stein, der im gesamten Wald zu finden ist.

"Das hat man davon, wenn man bei einem Zwerg kauft" denkt er sich, während er sich langsam aufrichtet. Noch sehr verwirrt, versucht er die Orientierung wiederzuerlangen, doch nichts kommt ihn in diesem Wald bekannt vor. Nur die Spuren auf der Erde, verraten ihm eine grobe Richtung, wohin seine Reise gehen sollte.

In der Hoffnung bald das Waldende zu erreichen macht er sich sogleich auf den Weg, doch dieser teilte sich viele Male oder wurde von anderen Wegen gekreuzt. Fast am Ende seiner Kräfte, nur noch dahintrottend bemerkt er ein schwaches Lichtlein. Vielleicht ein Hof? Vielleicht ein Lager voller Orks? Jedoch gab es für ihn kein Warnruf, der so laut gewesen wäre, als dass er ihn jetzt wahrgenommen hätte. Dem Licht immer näher kommend verflüchtigten sich auch die letzten Zweifel!

Mit der Kraft der Verzweiflung stolpert er durch die Tür hinein. Während er nach Luft schnappt versucht er Haltung anzunehmen, hüstelt einmal und sagt:


Der Eingang ist aber sehr rutschig ...
 
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Ulan Batur

Mohnblume
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Und es war doch ein Fehler gewesen. Immer wieder die gleichen Fehler. Immer. Wieder. Und der Wald war so schön dunkel. Und still.
Die Stimme hatte kurz nach ihr die Hütte betreten. Schon nach den ersten Sätzen hörte Ulan nicht mehr richtig zu. Pomorese, Tegalliani.... tönt nach Essen. Gut, doch ein Grund zum bleiben. Hätte nicht genau dann die Gestalt im Sessel angefangen zu sprechen. Ein Vampir also will er sein. Wäre Ulan ein solches Ding, dann wäre die Stimme vor dem Ende des zweiten Satzes verspeist gewesen. Immerhin, ‚nehmen was das Herz begehrt’ hört sich gut an. Und abgesehen von diesem lästigen Kichern... wenn er so still in die Flammen starrt sieht der Vampier ganz sympatisch aus.

Schon wieder geht die Tür auf. Schon wieder eine Stimme. Langsam dreht sich Ulan um und schaut dem Neuankömmling in die Augen. Noch einer. Dann wendet sie den Kopf zur Gestalt am Kamin. Du bist der Vampir. Tu was.
 
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Durin

Schlachtenwüter
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"Ach was, wahnsinnich issa kleina Vampir." lacht eine Stimme. Kurz darauf können die Anwesenden die Stimme einem Zwerg zuordnen, der grade mit einer Schweinehaxe aus der Vorratskammer kommt.
"Was ist den so wahnsinnich wahnsinnig an dir, das du das so betonen must? Weißt du was wahnsinnig ist? Einen Namen zu haben, wie Arralin Hibernuss Solowassauchimmer und so ein Zeuch auch noch ganz offen zuzugeben. Stimmts Spitzhut, du bist was gaaanz besonderes, was?
Nach diesen Worten ist der Zwerg am Tisch in der Mitte angekommen, das ein weiterer Besucher die Schenke betritt merkt er nichteinmal. Er fegt mit einer wuchtigen Bewegung einen leeren Bierkrug vom Tisch und legt sich auf das Möbilliar, Mund passgerecht unter den Zapfhan des immervollen Bierfasses.
Nach einem wirklich, wirklich kräftigen Schluck richtet er sich wieder auf und sieht sich um.
"Ach, wie unhöflich von mir, ich hab mich euch Pfeifen noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Durin, ich hoff' der Name ist unserm Malkavianer hier kurz genuch? Ich hänge in dieser gottverlassenen Gegend hier eigendlich nur rum weil hier demnächst ein paar Grubenkämpfe stattfinden sollen und da werden Axt und ich uns mal wieder so richtig austoben konnen."
 
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Cassandra

Rose of Taliesin
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Myrrhall stapft durch den dunklen Wald, dieses düstere macht ihr schon lange nichts mehr aus, im Gegenteil, es ist so schön ruhig und man kann endlich seinen Gedanken nachhängen. Plötzlich sind da Geräusche. Sie hörte schon das es sich nur um ein Pferd handeln konnte,Myrrhall bleibt stehen, ah ein Pferd "könnte ich gut gebrauchen". Nach meilenweitem laufen wird man schon etwas Müde. Mit Entschlossenheit und Erfahrung brachte sie das etwas nervöse Tier zum stehen. Zaumzeug und Satteltaschen waren vorhanden. "Na da hat wohl jemand heute gar kein Glück gehabt und die Götter waren ihm wohl auch nicht sonderlich gesonnen." Myrrhall schwingt sich auf den Rücken des inzwischen beruhigten Tieres und ritt ein Stück, als auch schon ein Licht zu sehen war. "Komisch ist mir nie hier aufgefallen, na was soll's, vieleicht kann man sich dort ein wenig ausruhen" An der Hütte angelangt wurde das Pferd erstmal angebunden und von sämtlicher Last befreit, wofür das Tier anscheinend sehr dankbar war. Als Myrrhall in die Hütte eintrat bekam sie gerade die Vorstellung des Wirtes mit dem absonderlichen Namen Cordi mit. Und ein Vampir war er auch noch, naja, er trinkt Tierblut. Da Myrrhall ausgeprägt pragmatisch war, nahm sie die entsetzten Blicke ob der Eröffnung des Wirtes bezüglich seiner Lebensform eher mit Belustigung auf. Die Tatsache das aber schon mehrere Gäste anwesend waren, lies ihre Hoffnung das Pferd behalten zu können schwinden - sicher hat einer der Tölpel das arme Tier "verloren" *verächtlich ts* "was für eine Verschwendung". Ehrlichkeit gehörte aber nun mal zu ihren Überzeugungen und sie würde, sobald die etwas abenteuerliche Kundschaft sich beruhigte, das Thema mit dem Pferd zur Sprache bringen. Nunja vieleicht erst dann wenn der Zwerg das ganze Fass aus dem Zapfhahn gesaugt hat.
Nun der Wirt zumindest schien ausserordentlich höflich und gastfreundlich zu sein. Myrrhall setzte sich etwas abseits der Theke und wartete ertmal ab das der Tumult sich legte - man hatte ja nun soo viel Zeit! *seufz*
 
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Lord Assis

Ruhe vor dem Sturm
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*Platsch* wieder stolperte Assis über eine Baumwurzel, was dazu führte dass er der Länge nach in einer Pfütze landete. „Ruhig, da war was!“ ertönte eine Stimme einige Meter hinter ihm, und sofort danach konnte er wieder die schweren Stiefel seiner Verfolger hören. Hastig richtete er sich auf und hechtete in ein naheliegendes Gebüsch, was ihm zwar ein paar Kratzer einbrachte, ihm aber erst mal Sicherheit verschaffte. Tatsächlich: Die Stiefelschritte verklangen bald darauf. Aber Assis freute sich nicht, noch nicht. Zu oft hatten sie seine Fährte wieder aufgenommen. Er überlegte. Dieser Wald war viel größer, als er zunächst angenommen hatte, und irgendwie brachte er es nicht fertig, seiner Verfolger abzuschütteln. Lange würde er das nicht mehr durchhalten.
Als er sich wieder einigermaßen sicher fühlte, kroch er aus dem Gebüsch. Dabei fiel ihm etwas aus der Gürteltasche, was sich als eine Götzen-Glasfigur entpuppte, die nun aber zerbrochen war. „Mist!“ Er betrachtete die zerbrochene Figur, und warf sie nach einiger Zeit resigniert zu Boden. „Jetzt werden mich diese Sektenspinner wohl nie mehr in Ruhe lassen...Höchste Zeit das ich verschwinde.“
Schnell rannte er eine ganze Strecke lang weiter, bis er links von sich plötzlich die Hütte bemerkte. Sie schien wohl bewohnt zu sein, und als er neugierig näher trat, sah er die Leute durch das Fenster.
*Zisch**Plock* plötzlich steckte ein Pfeil genau neben ihm im Baum. „Oh je...“ murmelte er und stürzte ohne nachzudenken auf die Hütte zu. Er riss die Tür auf, trat hinein und knallte sie wieder zu. Er drehte sich um; einige der Gäste sahen zu ihm, andere waren gerade zu beschäftigt. Assis atmete schwer, er war nassgeschwitzt, seine Bauernkleidung war dreckig und zerfetzt. Das blonde Haar hing ihm wirr im Gesicht. Dennoch stellte er sich gerade hin , presste ein „Hallo zusammen.“ Hervor und ging in die Mitte der Hütte. Dann geschah etwas ungewöhnliches: Er schloss seine Augen und konzentrierte sich. Vor den Augen der Gäste wandelte sich der Körper des jungen Mannes in den kleinen, schmächtigen Körper einer alten Frau. Da seine Kleidung nun ziemlich schlecht saß, riss er kurzerhand eine Tischdecke an sich und hüllte sich damit ein.
In dem Moment ging die Tür auf, und ein böse dreinblickender Mann mit langem Krummschwert blickte herein. „Habt ihr den Dieb gesehen? Groß, Blond, ziemlich tollpatschig. Was ist?“
Bevor einer der Gäste antworten konnte, rief ihm Assis zu: „Ihr seht doch...“ (er vergaß seine Stimme zu verstellen) „...äh...*hust*...äh ...ihr seht doch das hier niemand dergleichen ist. Wir sind friedliche Reisende und wollen nur unsere Ruhe.“
Lange funkelte ihn der Mann böse an, dann grunzte er und verschwand wieder. Es dauerte einige Zeit, dann warf Assis die Decke fort; mittlerweile wieder in seinem eigenen Körper steckend. Unsicher schlich er zur Theke, lachte dann aber und rief: „Hehe, kümmert euch nicht darum. Ich denke, ich werde einige Zeit hier bleiben. Was gibt’s zu Essen?“
 

Seradin

Kleine Drow
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Na toll, sie hatte es mal wieder geschafft sich vollkommen zu verlaufen. War es nun das fünfte oder sechste mal, Seradin konnte sich nicht erinnern. Aber das war ja auch egal, sie musste hierraus und zwar schnell. Je mehr sich die Drow, denn um nichts anderes konnte es sich bei der dunklen Hautfarbe handen, versuchte zu erinnern woher sie gekommen war, desto verwirrter wurde sie. Ein lauter Schrei störte die Nachtruhe der Waldbewohner, als Seradin versuchte ihrem Ärger Luft zu verschaffen.
Ganz ruhig, Seradin. Versuch dich zu erinnern. Du kamst aus Richtung der heiligen Stätte und die liegt im... verdammt woher soll ich das eigentlich wissen. Hier gibt es keine Schilder nur Bäume und diese elenden Mücken.
Voller Wut versuchte die Drow eine Mücke zu erwischen, aber stattdessen verpasste sie sich nur selbst einen Blauenflecken. Da sie einfach nicht weiter kam und die Nachtkälte langsam in ihre Glieder zog, beschloss die Elfe einfach mal weiter zu gehen. Wenn sie einen Fluss oder dergleichen fand, musste sie ja nur an seinem Ufer weiter marschieren und würde irgedwann eine Ortschaft finden.
Der Mond stieg immer höher, aber für die Frau änderte sich einfach nichts an der Situation, für sie sah alles gleich aus. Doch da blitzte vor ihr ein warmes Licht auf. Was war das nun schon wieder. Sie wusste es nicht und da Seradin sowieso alle Hoffnung auf ein Entkommen verloren hatte, ging sie weiter auf dieses Licht zu. Je näher sie kam umso mehr erhellte sich ihre Miene. Das warme Licht wurde von einem Haus ausgesendet. Neugierig schlich sich die Drow an ein Fenster und spähte hinein.

Mmh, sieht gemütlich aus.
Mit diesem einfachen Satz wande sich die Elfin zur Tür und trat ein.
Da um diese Uhrzeit und so abseits jeder Ortschaft nicht viel betrieb in der Schenke war, sah natürlich jeder Gast auf, als sich die Tür öffnete und erschrack. Ohne die Angst in den Augen zu bemerken ging Seradin auf einen kleinen Tisch an der rechten Wand zu und rief dem verwirrten Wirt zu.

Einen Grog, Herr Wirt. Ach ja, ich bin eine Drow und nein ich werde niemanden hier töten, wenn es nicht sein muss. Ich heisse übrigens Seradin.
Freundlich Lächelnd versuchte Seradin den Leuten ihre Angst und Verwirrtheit zu nehmen.
 

Rink

Strassenköter
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Rink setzte einen Schritt vor den anderen, immer einen vor den anderen. Letzte Nacht war es noch so warm, nun schien doch langsam der kühle Herbst durchzubrechen. So manch ein Blatt, das noch an den Bäumen hing, war mittlerweile schon rot und gelb, auch wenn man das in der Dunkelheit nicht erkennen konnte. Der Hobbit schritt weiter, langsam aber ausdauernd wanderte er weiter durch den Wald, wissend, dass Linly ihm den Weg weisen würde, den Weg zurück.
Falten zierten nun Rinks Gesicht, viele Falten des Schmerzes aber auch viele der Freude und Zufriedenheit. Der Hobbit schritt auf die kleine Lichtung am See und schaute hinauf zu den Sternen. Zögernd schweifte sein Blick dann auf das Gebäude, aus welchem noch Lärm und Licht ins Freie drang.
"Ich glaube ich muss einfach schnell guten Tag sagen"
murmelte der Hobbit in seinen Bart, dann bedeckte die kleingewachsene Gestalt sein Haupt mit der Kapuze, schloss seinen Umhang vollends und schritt hinein in das kleine Gebäude um seinen alten Freund Cordovan zu begrüssen.
Rinks Eintritt schien ziemlich unbemerkt geblieben zu sein. Der Hobbit ignorierte die Drow, die so eben einen anderen Kunden, der offenbar am Bierfass hing für den Wirt hielt und ging eiligen Schrittes auf Cordi zu um diesen mit einer sachten Verbeugung zu begrüssen.
"Lange, lange ist es her, seit unsere Wege sich kreuzten. Nun, ich bin euch dankbar, dass ihr die Verwantwortung übernommen habt, die das For-um nun einmal den Nachtschwärmern auflastet. Ihr werdet mich sicher auch hier wieder finden, wenn die Wellen sich gelegt und die Schreie verklungen sind."
Leise und nahezu unbemerkt verschwand Rink wieder, ging weit hinaus über die Lichtung, lehnte sich dort an einen moosbewachsenen Baum und schaute hinauf in den Himmel, zu den Sternen.
 

Cordovan

Malkavianer Antitribu
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Der Zwerg wird nur mit einem Blick bestraft, der ihm schummrig im Kopf macht, aber weiter passiert nichts mit ihm.

Cordovan wendet sich den Neuankömmlingen zu. Eine seltsame Mischung die sich mittlerweile eingefunden hat.

Ähm... warum werde ich hier als Wirt tituliert? Ich bin nicht der Wirt. Diese Schenke steht schon sehr lange hier... tief im verwunschenen Wald. Seit altersher kommen die verschiedensten Wesen aus den verschiedensten Gründen hierher um frei zu sein, sich zu entspannen, manche gar um Urlaub zu machen oder weil sie auf der Flucht sind. Aber egal, warum sie hier sind. Hier sind alle auf eine gewisse Art frei.

Und von altersher dient die Schenke nur einem Zweck. Der Bewachung des Forumschlüssels - der auch "Der Glanz" oder "Das Kleinod" genannt wird.
Es heißt, daß der Glanz magische Kräfte besitzen soll. Aber niemand weiß etwas genaueres darüber... es gibt nur die Legenden...

Und dann kommt er... ein Gefährte aus alten Tagen, klein wie er war so ist er auch heute. Der Hobbit. Rink. Nach so langer Zeit.

"Sei mir herzlich Willkommen, Rink! Lange ist es her. Du weißt, daß du jederzeit an den Feuern der Schenke willkommen bist. Jetzt fehlen nur noch zwei Gefährten aus alten Tagen. Ich bin gespannt, wann wir sie wiedersehen werden."

Mit diesen Worten setzt sich Cordovan zurück in seinen Sessel und versinkt wieder in seiner Lektüre.
 

Seradin

Kleine Drow
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Also die kleine Drow die Worte des Wächters hört wird ihr ganz anders. Sie wusste nicht, das dies keine normale Schenke ist, noch wusste sie etwas über den Glanz. Sie ist nur eine Reisende auf dem Weg der sich Leben nennt und kehrte hier ein, um... ja um was?! Sich einfach mal hinzusetzten und Ruhe zu finden in diesen stürmischen Zeiten. Doch nun geht sie zum Wächter dieser Schenke.

Verzeiht mir bitte meine Unwissenheit. Ich bin zwar klein und nicht besonders stark, aber dennoch werde ich mein bestes tun, diesen Ort der Ruhe und des Wissens zu erhalten.

Nun setzt sich die kleine Drow wieder an ihren Tisch, aber nicht mehr ängstlich, sondern mit neuem Mut. Denn sie vermutet hier eine neue Heimat finden zu können.
 

Linly

Broken Bird
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Eine von den Menschen längst vergessene Melodie klingt über den See und erfüllt die Nachtluft mit den Tönen der Ruhe und der Sicherheit. leise pfeift Flügelchen Linly weiter und als es die letzte Note der Melodie pfeift, da bleibt der Ton in der Luft hängen, als hätte er sich in der Luft verfangen und könne nicht verklingen. Ein Donnerschlag unterbricht dann aber schlagartig den Ton. Aufgeschreckt fährt Linly von Rinks Schulter in die Luft und flattert wild umher, wird dann aber durch die Schmerzen in den Flügeln wieder auf den Boden zurückgezwungen. Ein Blitz zückt über den Himmel und der Donnerschlag folgt sogleich. Ein neuer Duft liegt in der Luft, verschwunden ist die Ruhe und Sicherheit und etwas neues hat den Platz eingenommen, etwas Bedrohliches..
Rink sitzt weiter still an den Baum gelehnt, nickt Linly zu und starrt erwartend auf die kleine Schenke.
 

Lord Assis

Ruhe vor dem Sturm
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"Hm, nicht der Wirt, wie?" Assis schaute sich ein wenig um. Wo bin ich hier nur gelandet? Alles was er inzwischen über die Völker gelernt hatte, schien nichtig und falsch zu sein.
Ein Vampir, der sich nicht im geringsten wie einer verhielt, eine Drow, die an der Oberfläche wandelte, anstatt in einer ihrer unterirdischen Städte. Zudem schien sie auch kein Bedürfnis zu haben, Zwietracht zu sähen, oder abfällige Bemerkungen über die Männerwelt von sich zu geben.
Und was war das für ein Auftritt von einem seltsam gelaunten Hobbit, der die kalte Nacht einem warmen Feuer vorzieht?
Nur...dachte er spöttisch, als er den Zwerg sah, der sich wie ein Wildschwein durch die Speisekammer wühlte...nur eines wird sich wohl niemals ändern.

Während er noch über die "Magie" des Forumsschlüssels sinnierte, merkte er, dass sein Magen knurrte. So nahm er sich eines der Brötchen und schmierte Nutella drauf. Er war schon immer ein Liebhaber exotischer Speisen, auch wenn es für seinen Geschmack viel zu süss schmeckte. Er vermied es, dem Zwerg zu nahe zu kommen als er sich ein Bier zapfte, und stellte sich mit dem Krug dann an ein Fenster.
"Herrje, wie es aussieht werde ich bald wieder gehen müssen. Warum erfahre ich erst jetzt von so einem Ort?"
Er hörte die Melodie, die über den See erklang, und versank wieder einmal in Gedanken.
 

BelgishBeat

Kreischlingsanwalt
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"MAHLZEIT"
etwas genervt klingt die brummige Stimme von dem zottigen Kellner, der hastig Teller und Krüge durch die Gegend schleppt.

'Eines Tages bin ICH der Oberkellner, haha!'
 

Grischa

Tierfreund
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... der Wald ist in ein sanftes weiss gekleidet, Grischa kommt gut voran. Er merkt nichts vom verwunschenen Wald. Wurzeln glätten sich vor seinen Füssen, Äste und Zweige geben ihm den Weg frei. Alles ist friedlich. Leise pfeifend, von einem warmen Pelz umhült, wandert Grischa in Richtung der alten Hütte auf der Lichtung. Er erinnert sich noch an den letzten Abend den er dort mit Cordi verbracht hat. Lange ist es her, verd.... lange. Schenke zur Nachtschicht wurde die kleine Hütte getauft, danach war er nie wieder hier in der Gegen.

Nun vernimmt er allmählich das Rauschen des Wasserfalles, es kann nicht mehr weit sein, weiss Grischa. Als er die nächste Wegbiebung erreicht hat sieht er auch schon den See auf dem eine kristallklare Eisschicht lieg. Einen Augenblick hällt er inne und erfeut sich am Frieden in der Natur.

So jetz ab zur Hütte. Die letzten Meter fliegt er förmilch der Schenke entgegen und zu seiner grossen, ja riesen grossen Freude präsentiert sie sich im bester Form, da muss jemand den Unterhalt übernommen haben, einen grossen Dank an den/die unbekannten.

Das Schild über der Tür ist kaum mehr zu lesen, der Schnee hat sich darauf festgesetzt. "Das kann doch nicht so bleiben murmelt Grischa" und klopft mit seinem Speer sachte dagegen. Das Schild schwingt ein wenig und der Schnee gibt den Schriftzug " Schenke Zur Nachtschicht " wieder frei. Grischa grinst, viele schöne Erinnerungen kommen in ihm hoch als er den hölzernen Riegel zurück schiebt und über die Schwelle tritt.

Drinnen hält er wieder kurz inne und lässt seine Augen durch den vertrauten Raum schweifen, alles wie früher, na ja mehr oder weniger *grins*. Er ist müde und erschöpft von der langen Reise. Mit seinem Fersen gibt er der Türe eine kleinen Tritt stellt seine Latere auf den Kaminsimms und wirt seine Ausrüstung zielgenau neben der Garderobe auf den Boden. Kampfstab, Bogen, Köcher und Umhang sauber verstaut. Das hat er von Rink gelernt :) .

Ohne weitere Aktionen lässt er sich ein einen der mit Fell bespannten Sessel fallen, wickelt sich in seinen Pelz ein und nickt ein um den Schlaf der Gerechten zu schlafen.
 
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Cassandra

Rose of Taliesin
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Myrrhall sieht den etwas grummeligen Vampir an und geht zu ihm.
"Verzeiht, ich wollte Euch natürlich nicht beleidigen. So, hier wird also der Schlüssel zu Fo-rum aufbewahrt. Na da wollen wir mal aufpassen das er nicht verlorengeht. So, dann werde ich mich noch ein wenig ausruhen."
Sie drehte sich um, doch bevor sie sich wieder einen Platz suchte, sprach sie die Gäste an.
"Ähm, hört mal, ich hab im Wald ein Pferd gefunden, es ist schwer bepackt.
Es steht draussen angebunden und das Gepäck habe ich daneben gelegt. Vermisst hier jemand vielleicht sein vierbeiniges Transportmittel?
Hallo, Herr Ober, könnten sie mir wohl bitteschön einen roten Traubensaft bringen? Achja und ein ordentliches Gurkensandwitsch bitte."
Myrrhall nahm in einem Sessel neben der Drow Platz.
 
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Menion

Tenerezu
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Langsam und sichtbar erschöpft kämpft sich eine dunkel Gestalt durch das dichte, verfilzte Unterholz. Das spärliche Licht des blassen Mondes erhellen den Wald nur ungenügend

"Außerdem sind es drei Monde zuwenig!" denkt Menion sich und kämpft sich zwischen zwei verschlungenen Hagedornbüschen hindurch. Hinter ihm folgt eine große weiße Wolfin über den schmalen, neu geschlagenen Weg.
Erschöpft wischt Menion sich mit der behandschuhten Linken den Schweiß aus dem Gesicht. Sein rechter Arm fühlt sich bereits taub an vom stundenlangen schlagen mit dem Schwert.
Erschöpft lehnt sich Menion gegen einen Baum und schließt die Augen. Er wußte schon nicht mehr wie lange er sich mit Laya durch den Wald gekämpft hatte. Für die Wölfin war es trotz ihrer Größe ein leichtes zwischen den Bäumen und Sträuchern hindurch zu gelangen. Doch er selbst konnte das nicht!
Es war nicht das erstemal das er sich wünschte der Fluch der alten Leronis hätte ihn und nicht seine Geliebte getroffen! Doch Zandru hatte wohl nur ihn mit diesem Fluch bestrafen wollen.
Als er die Augen wieder öffnet bemerkt Menion einen schwachen Schimmer in der Entfernung. Fast könnte man das schwache Licht für einen Stern halten, doch ihm fehlte das silbrige. Nein das Licht war von künstlicher Natur!
Der ferne Schimmer gibt Menion wieder neu Kraft und Hoffnung. Schwach lächelnd blickt er zu der weißen Wölfin hinab die neben ihm steht.


"Keine Angst liebste, da vorn ist Licht! Vielleicht ist dort eine Gasthaus oder eine Hütte in der wir Unterschlupf finden könne, zumindest für diese Nacht!"
Liebevoll streichelt Menion ihr den Kopf und die Wölfin schmiegt sich an seine Beine.
"Ich werde einen Weg finden dich in deine Ursprüngliche Form zurück zubringen, das schwöre ich dir! Doch jetzt laß uns die letzten Meter bis zu diesem Licht hinter uns bringen!"

Mit diesen Worten hebt Menion das Schwert wieder und teilt die Dornenbüsche vor ihm.
Es ist nur noch eine kurze Strecke bis zu dem verheißenden Licht, doch als wolle der Wald ihm noch einmal alles entgegenbrigen, wird das Gestrüb noch dichter! Doch nach etlichen Schlägen und gebrochenen Ästen erreicht Menion mit Laya hintere sich eine große Lichtung an deren Rand ein Gebäude stand aus dem laute Stimmen und Musik erklangen. Nach kurzem Zögern geht Menion darauf zu und blickt zu dem Schild über dem Eingang auf.


"Eine Schenke also! Dann hat Zandru villeicht doch Mittleid mit uns!"
Er zögert noch kurz dann öffnet er die Tür und tritt in den Schankraum hinein. Helles Licht strömt ihm entgegen und läßt seinen Schatten bis zum entgegengesetzten Waldrand wachsen. Nach kurzem Zögern macht eer einen weiteren Schritt währen die Wölfin ihm dicht folgt, vorsichtig aber gründlich sieht er sich um. Einige befremdliche Gestalten sind anwesend, solche die er bereits kennt und andere deren Erscheinung ihm vollkommen unbekannt ist.
Langsam geht er auf den Thresen zu und sieht sich nach einem Schankmann um, doch niemand ist anwesend. Nur eine dunkle Gestallt die eine Schürze abnimmt..


"Verzeit Vai domm, habt ihr etwas zu Trinken für mich und meine Begleiterin? Ich habe nicht viel Geld aber ich kann euch Musik als unterhaltung bieten!" Bei diesen Worten klopft Menion auf seine kleine Rryl die an seinem Rucksack befestigt ist.

Nach kurzem Zögern greift er sich schließlich einen Stuhl und läß sich darauf niedersinken, Laya rollte sich zu seinen Füßen zusammen.
 

Grischa

Tierfreund
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30.08.2001
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537
... Grischa kommt aus dem Wald zurück, er musste etwas an die frische Luft sich etwas bewegen, wobei er fortwährend lachen muste, manchmal schallend laut, manchal leise vor sich hin. Da kamen immer wieder neue Gefährten, die Cordovan oder ihn, für den Wirten der Schenke hielten.

Während er draussen war übte er etwas mit seinem "alten" Bogen und dem neuen Kampfstab, er ihm Targos überreicht worden war, für die Verteidigung der Stadt gegen die Gobblininvasion. Kampfstäbe waren bis anhin nicht sein Fachgebiet deshalb, frei nach dem Motto: "Es ist noch kein Meister vom Himmer gefallen..." gab er sein Bestes...

... nun sitzt er wieder im weichen Fell des Sessles und gibt sich so als habe der heutige Tag erst begonnen (in Wahreit ist es bereits tiefe Nacht). Ein kleines Hungergefühl lässt ihn aufstehen und zum Tresen schlendern wo er sich eines der Nutellabrötchen vom Teller angelt. Während dessen lässt er seine wachen Blick aus dem Fenser wander. "Nanu was haben wir den da?" fragt er sich als seine Augen einen Wanderer fokusieren, der mit einem Wölfin im Schlepptau über die kleine Lichtung auf die Hütte zusteuert. "Scheint ihm ganz egal zu sein was ihn hier erwartet" geht es Grischa durch den Kopf. Nun erregte irrgend etwas an der Wölfin seine Aufmerksamkeit, etwas stimmt nicht mit dem "Tier". Ist es der Gang, die Grösse, die Musterung, nein, optisch ist alles normal, etwas anderes muss es sein...

... kurz darauf stehen auch beide schon im Türrahmen und musstern die kleine Schenke ohne Wirt. Und doch kommt gleich nach der freundlichen Begrüssung ein: "habt ihr etwas zu Trinken für mich und meine Begleiterin..." Es ist zum verzweifeln denkt sich Grischa. "Ich grüsse dich Gefährte, mein Name ist Grischa und ich bin Pirscher von "Beruf" nicht Wirt. Trotzdem sollt ihr nicht dursten müssen. Das Angebot ist bescheiden, meist teilen wir das, was die Gäste so mitbringen. Einziges Inventar der Schenke ist das Immer volle Bierfass und reines Bergquellwasser. Bedient euch, die Nutellabrötchen hat übrigens Corovan aufgeworfen, auch er ist hier regelmässig zu gast... übrigens Münzen brauchst du hier keine..."

... wieder im Sessel mustert Grischa die "Neuen". Man merkt das der Fremde sehr erschöft ist. Seine Kleidung schmutzig und zerrissen, das Gesicht hager und leicht eingefallen, die Haare zerzaust und die Haut spröde und staubig. Er muss eine lange Reise hinter sich haben, auch der "Geruch" den er in der Schenke verbreitet unterstreicht dies. Grischa stört sich jedoch nicht daran. Wieder verschwindet ein Brötchen im seinem Mund. Doch die Wölfin erweckt erneut seine volle Aufmerksamkeit, sie steht beim Kamin und himmelt den Reisenden fortlaufend mit grossen Augen an. Sie scheint keinen Durt zu verspüren, denn der Napf mit frischem Wasser ignoriert sie. "Das ist definitiv KEINE Wölfin" der Gedanke lässt ihn nicht los. Er beschliesst sich ruhig zu verhalten, denn seine Instikte deuten keine Gefahr an die von diesem "Tier" aus geht. Vielleicht lüftet sich das Geheimniss von selbst oder durch den Wanderer, Geduld ist eine Gabe von der Grischa unendlich viel besitzt...

... der Fremde sitzt nun auch beim Kamin und spielt auf einem kleine Instrument eine kleine Melodie, Grischa gefällt sie gut, entspannt lauscht er den klängen. Als das Feuer in sich zusammen fällt legt er ein paar Scheiter nach und kurz darauf tanzen die vielen kleinen Schatten wieder in der Schenke...
 
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