[PoE] Pillars of Eternity

Quentin

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Hängt sicher auch davon ab, welche konkreten Vorstellungen man hat und wie empfindlich man bezüglich Abweichungen ist.
Das auf jeden Fall.

Ich habe es nur noch etwas mehr ausgeführt, weil es nicht wie bei BG1 und BG2 ist, wo der Import, abgesehen von den Charakterwerten des Maincharakters, absolut keine Rolle spielt und bei allem anderen von einem festen Kanon ausgegangen wird. Insbesondere bei den drei wiederkehrenden Begleitern, gibt es deutliche Unterschiede, zumal die auch das ganze Spiel dabei sind.
 

Nerevar Indoril

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Was PoE1 für mich absolut gemeinsam mit NWN1 hatte: Die Hauptstory hat mich nicht so gepackt, es war schwer, durchweg motiviert am Ball zu bleiben. Aber die beiden Add-Ons waren großartig- Bei PoE1 also „The White March 1“ und „.. 2“. Die haben mir so gut gefallen, dass ich auch gleich PoE2 gekauft habe.

Mit der Zeit hat mich dann auch die Story und Welt von PoE gepackt, auch wenn es sehr lange gedauert hat. In PoE2 hatte ich mit dem Kampfsystem und den Seeschlachten nicht wirklich Spaß, aber ich wollte um jeden Preis weiterspielen um zu erfahren, was es mit der Götterwelt und Eothas Plan auf sich hat. Aus genau dem Grund werde ich auch irgendwann „Awoved“ angehen- Nicht, weil ich Lust auf das Spiel an sich hätte, sondern weil die Story ungefähr an PoE2 anschließt. Die von Obsidian hier erschaffene Spielwelt (zumindest die Götterwelt) hat ihren ganz eigenen Reiz!
 

Nester

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Morgens...

Ja PoE1 war für mich echt eine harte Nuss.... kurz bevor man sich auf der Insel in Abgrund stürzt hab ichs dann gelassen und glaub ich brauch echt mal ne längere Pause von dem Spiel.

Auch am Anfang, als man gleich ein Partymitglied in der Höhle verliert, erzeugte das Spiel bei mir irgendwie schon das erste Unbehagen, welches sich dann mehr oder weniger durch ganze Spiel fortsetzten sollte.

Das Kampfsystem und die Rasterei nur mit Brennholz haben für mich zusammen mit der völlig abgedrehten Psychostory und den schrecklichen Rätseln den Ausschlag gegeben.

Wie man ein Kampfsystem so verschlechtern kann ist für mich unbegreiflich?
Ein totaler Rückschritt, von einem Kampfsystem das sich von BG1 über BG2 verbessert hat und dann auf ein mal wieder plump und stockend wie bei Pool of Radiance ist, pfui!

Das mit dem Brennholz zum Rasten ist für mich die Piemont Kirsche auf dem Sahnehäubchen, verschlimmbesserte Mechanik.

Die Dialoge sind mir einfach echt oft viel zu viel und auch ermüdend.
Die Story ist mir eindeutig zu dunkel und meiner Ansicht nach, eher was für Leute denen es noch nicht reicht was Rundherum in der Wirklichkeit passiert, soll heißen ich persönlich sehe mehr PoE1 Story in der momentanen Realität als BG1 Spirit.
Wenn ich also in eine Fantasy Welt abtauchen möchte dann doch lieber in die schöne erfundene als in die komplett kranke und leider doch sehr reale aber ich schweife philosophisch ab, vergebt mir...
Es fehlt mir einfach die Leichtigkeit und der Humor siehe BG1 im Spiel, AD&D hat für mich irgendwie mehr etwas mit einem klassischen Epos und auch einem gewissen Humor zu tun und nicht nur total dunkle Psycho Ränke und fünffach verschachtelte Täuschungsmanöver, in die man sich ergeben und aushalten muss.

Das Design und die Grafik find ich super! Die Story wenn sie etwas luftiger gestaltet wäre, zb in der Intensität von BG2 fände ich auch gut aber ist meiner Meinung nach wie erwähnt total overcomitted und intense.

Die Interaktion der Party ist schlicht nicht vorhanden, WTF und das jahrelang nach einem BG2 Release, EPIC FAIL!!

Ich möchte das spiel trotzdem irgendwann fertig spielen nur um es ab haken zu können.
Eventuell die Add Ons mal an testen und PoE2 möchte ich auf jeden fall eine Chance geben.

Die Wahrscheinlichkeit PoE erneut zu starten geht aber wegen Optionen BG1, BG2, SoDS, IWD1 und IW2 gegen Null.

Danke und gehabet Euch wohl, Nester
 

Ciramon

Drachenkrieger
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Mir ging es ähnlich.

Bin irgendwann mit der Handlung nicht mehr mitgekommen, trotz oder wegen der vielen Texte, die mir zudem zu langatmig waren.

Auch bezüglich der Handlung selbst - ich finde es nicht schlecht, dass auch negative menschliche Seiten in Spielen behandelt werden, aber oft ist es mir zuviel (daher mag ich auch Ultima VII nicht so sehr wie V und VI, weil dort die negativen Themen massiv überwiegen). Aus dem gleichen Grund spiele ich keine bösen Chars (gibt es schon zuviel im RL).

Die Kämpfe fand ich schon in Ordnung, aber beim Zaubern wurden immer alle möglichen Sprüche vorgeschlagen. Das war total unübersichtlich, den gewünschten rauszusuchen.

Wobei die Kämpfe bezüglich der Drachen sehr unbalanciert wirkten. Die beiden in der Höhle (irgendwo in der Pampa) und unter der Festung sind zu stark (klar, es sind Drachen und keine Goblins, aber dass eine hochstufige Party nicht mehr als ein paar Kratzer schafft?), die in der Ruine habe ich mit zwei oder drei Schlägen besiegt (nur als Test, danach geladen und sie in Ruhe gelassen).

Habe dann auch aufgehört, kurz bevor das Kloster (?) dran gewesen wäre - hatte gelesen, dass dort der Schwierigkeitsgrad sehr hoch würde, z.B. beim Kampf gegen einen Kraken (?), das war mir dann zuviel, nachdem es ab der Mitte bis dahin schon schleppend voranging.
 

Nerevar Indoril

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Immerhin gibt es genügend Lichtblicke- Man hat ja durchaus die Möglichkeit, Dinge wieder ins Gute zu drehen, Leuten zu helfen und die Welt besser zu hinterlassen, als man sie vorgefunden hat.

Nicht so wie z.B. kürzlich in „Skald: Against the Black Priory“, das war ja fürchterlich negativ und hoffnungslos.
 

Belryll

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PoE ist tatsächlich sehr textgewaltig, vielleicht sogar mehr noch als die BG-Reihe. Anders als bei BG sind hier sogar handlungsbeschreibende Begleitsätze ("Regieanweisungen") in den Dialogen enthalten. Finde die zwar eher störend und redundant, aber es gibt ja vielleicht Leute, für welche sie die Handlung immersiver und atmosphärischer gestalten. Ähnlich ergeht es mir auch mit BG-Mods, die es mit den Handlungsbeschreibungen gerne mal übertreiben.

Auch bezüglich der Handlung selbst - ich finde es nicht schlecht, dass auch negative menschliche Seiten in Spielen behandelt werden, aber oft ist es mir zuviel
Vermutlich missverstehe ich dich hier, aber ist das nicht der Kern der meisten Konflikte, die in Geschichten - vor allem der Fanatsy - behandelt werden? Im goldenen Zeitalter der Fantasy gab es bloß sehr viele schablonenhafte und plakative Überzeichnungen von Schwarz und Weiß, Gut und Böse. Irgendwann hat sich der Fokus auf das realistische, alltägliche Böse verschoben und die Erkenntnis, dass die Welt tatsächlich weder einfach noch schwarz und weiß ist (und in gewisser Weise auch nicht gerecht).

Ich denke, der Überdruss rührt nicht zuletzt daher, dass diese Auffassung vom alltäglichen, menschlichen Bösen mittlerweile überstrapaziert und nicht mehr knackfrisch ist und die multiplen Krisen dafür sorgen, dass man sich nach Geschichten sehnt, die einfache und klar gezeichnete Figuren, Handlungen und Lehren anbieten und ein tröstliches Ende - wobei "einfach" hier nicht "primitiv" meint. Die Welt ist aktuell komplex, unsicher und deprimierend genug, viele möchten sich vermutlich nicht auch noch in Geschichten mit diesem Umstand befassen.

(Fun Fact: In Krisenzeiten soll im Schnitt eher positive, eingängige Musik wie Popmusik konsumiert werden. In Zeiten relativen Wohlstands und relativer Lebenssicherheit werden dagegen härtere und sozialkritischere Genres bevorzugt, z. B. Metal oder Rockmusik - vielleicht verhält es sich mit anderen Medieninhalten ähnlich.)

WTF und das jahrelang nach einem BG2 Release, EPIC FAIL!!
Gleichwohl: Nur weil PoE grafisch und stilistisch ähnlich zu BG ist, heißt das nicht, dass es Letzteres in allen Belangen imitieren muss. Ich bin sogar froh, dass es in vielen Dingen eigene Wege geht und nicht bloß "der Abklatsch von diesem einen Blockbuster von vor 25 Jahren" ist. Persönlich musste ich mich ebenfalls mit dem System anfreunden und finde auch, dass man es hätte decluttern sowie die Kämpfe übersichtlicher gestalten können, hatte aber letztlich keine Schwierigkeiten, mich einzufinden.

Ich finde Vergleiche zwischen scheinbar ähnlichen Spielen oftmals nicht gerecht und auch nicht angebracht. Das betrifft auch die Diskussion um BG3. Meist werden Werke behandelt wie Bilder, die zwar eine ähnliche Technik zeigen und vielleicht sogar von denselben Künstlern stammen, aber - Schreck! - nicht dasselbe Motiv und nicht den erwarteten Stil aufweisen. Da sie aber nie als Kopien voneinander konzipiert waren, halte ich es persönlich für bereichernder, sie als eigenständige Kreationen zu betrachten und auch als solche zu bewerten, statt sich immerzu an den Unterschieden abzuarbeiten.
 
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