Wenn man ohne Kontext, aber mit böser Unterstellung Wörter verbietet, sind wir bei Gedankenverbrechen. Ein erwachsener Mensch MUSS selber entscheiden können, wie er mit dem Vokabular umgeht, und es gibt Möglichkeiten sich gegen Beleidigungen oder schlimmeres zu wehren. Ich bin mir sicher, daß jeder hier im Forum verbal imstande ist andere zu beleidigen. Außerdem kann man Beleidigungen auch so umschreiben, daß es überhaupt keine stigmatisierten Worte braucht. Nein, ich bin nicht damit einverstanden grundsätzlich wie ein Kleinkind oder Krimineller behandelt zu werden. Ich habe als erwachsener Mensch das Recht zu entscheiden wie ich mich verhalte und mit den entsprechenden Konsequenzen zu leben. Das geht zu weit!
Irgendwann, sind Gedankenverbrechen buchstäblich unmöglich, weil keiner mehr die Worte kennt, um sie zu begehen. Jedes Jahr wird der Wortschatz kleiner, immer kleiner, bis es buchstäblich unmöglich wird noch so weit zu denken. In 50 Jahren wird keiner mehr überhaupt in der Lage sein eine Unterhaltung wie diese zu führen oder auch nur begreifen, was der Begriff Freiheit bedeutet. Wer keinen Begriff von Freiheit kennt, der ist ein Sklave, der nicht weiß, daß er einer ist. Es sind unsichtbare Ketten, die keiner mehr sehen kann, weil es keinen Begriff mehr für die Ketten gibt.
(Dialog aus 1984, frei wiedergegeben)