Fragen, die Euch schon immer auf der Seele brannten, Teil 3

Dieses Thema im Forum "Die Taverne" wurde erstellt von Sir Darian, 8. Juli 2009.

  1. Sir Darian

    Sir Darian Inquisitor des Helm

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    Hmmm... *grübel*

    Das Topic wird mal wieder wegen Überlänge gesplittet.

    Teil 1 gibt es hier im Archiv.
    Teil 2 liegt ebenfalls dort.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2013
  2. David

    David Moderner Nomade

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    Muss man als nomaler Arbeitnehmer ohne sonstige Einkünfte eine Steuererklärung abgeben ?
    (Dass es sich auch dann lohnen kann wenn man nicht muss ist klar, aber davon hängt wohl auch der Abgabetermin ab)

    Laut den Infos von der Webseite des Finanzamtes denke ich das eigentlich nicht, aber mir hat auch jemand gesagt, dass man die Steuererklärung auf jeden Fall abgeben muss und sonst sogar eine Mahnung bekommen könnte..
     
  3. Malik ibn Harun

    Malik ibn Harun Sohn der Wüste

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    Das musst du in dem Fall nicht oder zumindest beschwert sich keiner, wenn du es nicht tust. Als "reiner" Arbeitnehmer ist die Lohnsteuer aber auch immer so ausgelegt, dass du durch die Einkommensteuererklärung immer nur Geld zurückbekommen würdest, d.h. der Staat hat auch kein Interesse daran, dich zu der Erklärung zu zwingen.
     
  4. Christa

    Christa Universaldilettantin

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    @David

    Warum willst Du denn Geld verschenken? :confused:
    Ich würde sogar wegen 5,- € eine Steuererklärung abgeben.
     
  5. Sternenlicht

    Sternenlicht Waldelf, badoc

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    Ich glaube das gilt aber nur solange, bis man ein Mal damit angefangen hat. Danach muss man dann jedes Jahr eine Steuererklärung abgeben und bekommt dann auch Mahnungen, wenn man es nicht tut.

    (Zumindest ist es mir so erklärt worden... :D)
     
  6. Malik ibn Harun

    Malik ibn Harun Sohn der Wüste

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    Habe ich als Arbeitnehmer seit 2004 nie erhalten. ;)
     
  7. Mirya

    Mirya Senior Member

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    Ja, zum Beispiel ich, das Finanzamt hat mir das zweite Jahr in Folge eine Mahnung geschickt. Leider haben wir beide Male die Steuererklärung gemacht und per Post geschickt und Elster übertragen. Das örtlicher Finanzamt scheint da sehr schlampig zu sein und es ist sehr ärgerlich, wenn man das alles nochmal abgeben muss. Zum Glück waren die Rechnungen kopiert. Ab kommendem Jahr gehe ich nur noch persönlich hin, was ich eigentlich nicht wollte.

    Ansonsten habe ich in den ersten zwei Arbeitsjahren auch keine Steuererklärung abgegeben, habe da aber auch kaum Steuern gezahlt. Jetzt machen wir es immer über einen Lohnsteuerhilfeverein. Das ist zwar auch rausgeschmissenes Geld, weil man das genauso selbst machen könnte. Aber wenn ich einen Termin da ausmache dann ist es erledigt, ansonsten würde ich das vermutlich bis kurz vor knapp immer vor mir herschieben.
     
  8. Lazarus

    Lazarus Lumpenbarde

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    Die Antwort auf eine Frage im Steuerrecht lautet immer "Kommt drauf an!" :D
    So auch hier.

    Auch ein normaler Arbeitgeber ohne andere Einkünfte muss unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuererklärung abgeben. Klassische Beispiele sind zum Beispiel Eheleute, die die Steuerklassen "drei" und "fünf" gewählt haben.
    Oder alle Arbeitnehmer, die sich einen Lohnsteuerfreibetrag auf die Lohnsteuerkarte (ob nun elektronisch oder aus Pappe) haben eintragen lassen.

    Das sind Gründe für eine sogenannte "Pflichtveranlagung". Bei der wird man dann auch angemahnt, wenn man es versäumt hat, bis zum 31. Mai des Folgejahres abzugeben. Aber eigentlich kann man immer eine "Fristverlängerung" beantragen und bekommt diese auch zugebilligt. Insbesondere dann, wenn man eine Erstattung zu erwarten hat.

    Den ganze Paragraphen findet man übrigens hier: http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__46.html Er liest sich jedoch ziemlich scheußlich, weil alle nasenlang auf andere Paragraphen verwiesen wird. (So muss man immerhin nicht immer alles wiederholen. ;) )

    Wer nicht darunter fällt, muss auch keine Erklärung abgeben. Kann es aber tun, um seine 5 Euro zurückzubekommen.
    Wenn Ihr gespendet habt, lohnt sich die Abgabe einer Steuererklärung eigentlich fast immer. Auch wer eine Riesterrente hat, kann dadurch zusätzliches Geld erhalten! Insbesondere, wenn er wenig bis gar keine Kinder hat.
     
  9. David

    David Moderner Nomade

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    5 Euro wären nen schlechter Stundenlohn wenn man das auf den Arbeitsaufwand umrechnet..

    Die Bedingungen die Lazarus genannt hat habe ich auch gefunden, was das angeht muss ich keine Erklärung abgeben. Mein Plan war eigentlich es mal auszuprobieren und zu schauen was dabei rauskommt, wenns nur die 5 Euro wären, würde ich es dann in Zukunft lassen. Aber wenn es so ist dass man wenn man einmal angefangen hat in Zukunft immer eine Erklärung abgeben muss, könnte das natürlich auch nach hinten losgehen. (Wobei es wahrscheinlich auch einfacher wird wenns man nen paarmal gemacht hat)
     
  10. Chiburi

    Chiburi Kampfhase

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    hmm..

    wie sind denn da eure Erfahrungen? Ich denke, ein bisschen könnte ich mit einer Steuererklärung noch rausholen, aber vermutlich nicht, wenn ich einen Steuerberater beauftrage, der mich mehr kostet als ich überhaupt Steuern zahle.
    Und auch nicht, wenn ich mich mal nebenher in alle Sparmöglichkeiten einlesen muss, die sich dann auch noch jährlich ändern. Ist da ein Lohnsteuerverein ein sinnvoller Kompromiss? Also Leute, die wissen wo man noch was beantragen oder abschreiben kann. Oder wirklich nur Motivationshilfe durch einen festen Termin?
     
  11. Lazarus

    Lazarus Lumpenbarde

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    Wenn Du eine Steuererklärung abgibst, auch wenn Du keine abgeben musst, wirst Du nicht angemahnt, im Folgejahr erneut eine abzugeben.
    Unrühmliche Fehler bei dieser Bearbeitungsweise bilden da die Ausnahme!

    David, eine kleine Entscheidungshilfe, ob es sich lohnt oder nicht:
    Grundsätzlich werden für Arbeitnehmer bereits viele Sachen steuermindernd bei der Leistung der Lohnsteuer (die eigentlich nichts anderes als eine Form der Einkommensteuer-Vorauszahlung ist) berücksichtigt. Das ist all das, was Dein Arbeitgeber über Dich weiß: z. B. Steuerklasse, Anzahl der Kinder(-Freibeträge), Sozialversicherungsleistungen.
    Was Dein Arbeitgeber aber nicht kennt, sind zum Beispiel Spenden. Wenn Du also gespendet hast, wird sich die Abgabe einer Steuererklärung lohnen. Du bekommst dann so grob "pi mal Daumen" zwischen 25% und 40% Deiner geleisteten Spenden zurück. Hier gilt: Je mehr Du verdient hast, desto mehr gibt es wegen der "Progression" zurück! Verdienst Du sehr viel, bist Du eher bei den 40%, verdienst Du eher wenig bei den 25%.

    @Chiburi: Für normale Arbeitnehmer lohnt sich auf keinen Fall ein Steuerberater. Meiner Meinung nach auch nicht ein Lohnsteuerhilfeverein.
    Da empfehle ich eher, dass Du Dir eine "Einkommensteuer-Software" zulegst, wie es sie beispielsweise von Aldi und Wiso und auch zig anderen Anbietern gibt. Diese geben Dir dazu noch die eine oder andere Hilfe.
    Die Software der Finanzverwaltung "ElsterFormular" ist dagegen eher spartanisch - aber immerhin kostenlos.

    Also mein Tipp: Erst mal mit ElsterFormular probieren und wenn man damit nicht zurecht kommt, etwas Geld für eine Software anlegen.
     
  12. Mirya

    Mirya Senior Member

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    Jedesmal, wenn wir beim Lohnsteuerhilfeverein sitzen denke ich mir "das kann man wirklich auch selbst machen". Es scheint mir nicht wirklich kompliziert, denke mit Hilfe eines passenden Programms und ein bisschen Einarbeitungszeit ist das schnell gemacht. Der Herr Lohnsteuerhilfevereinsmensch kennt halt alle Änderungen und sagt uns genau was wir abgeben können und müssen, was noch fehlt usw. Und es hat eigentlich auf den Cent genau immer gestimmt, was er berechnet hat was wir rausbekommen (ok, bis auf die 800Euro Handwerkerrechnungen, die das Finanzamt einfach vergessen hat bei der Bearbeitung der zum zweiten Mal eingereichten Erklärung - immerhin war das dann mit einem Telefonanruf schnell geklärt). So teuer ist es nicht, was man da bezahlt richtet sich ja nach dem Einkommen - ich glaube aber, ein Steuerberater ist auch nicht wesentlich teurer, da man den ja auch wirklich nur kurz braucht.
    Wenn nur nicht der innere Schweinehund so groß wäre... also besser über den Verein und die Steuererklärung machen als mich zu Hause damit monatelang herumquälen. Ich bin zum Beispiel verpflichtet eine Erklärung abzugeben wegen Progressionsvorbehalt (Elterngeldbezug).
     
  13. Veldryn

    Veldryn Strauchdiebin

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    Ich find da das WISO-Programm super. Das hilft mir nicht nur beim richtigen Ausfüllen aller Formulare, sondern vor allem bekomme ich da während des Bearbeitens zu allen Punkten Tipps und Antworten auf meine Fragen, die ich sonst nem Steuerberater stellen müsste. Ohne das Programm hätte ich auch so einige Pauschalen nicht gewusst, die man eigentlich immer angeben kann (Kontoführungsgebühren z.B.). Da kommt dann eigentlich immer ein kleines Plus bei raus, selbst wenn's dieses Jahr nur ein paar Fachbücher und die eine oder andere Fortbildungsveranstaltung waren. Man bekommt auch ausgerechnet, was bei rauskommt, wenn das Finanzamt alles anerkennt - und in den 3, 4 Jahren, die ich das nu schon benutze, hat das Finanzamt auch exakt den vom Programm errechneten Betrag erstattet, auf den Cent genau.
    Das Einreichen würde ich auch von einem fiktiven Stundenlohn für die Arbeit, die ich da reinstecke, abhängig machen - aber mit so nem Steuerprogramm geht das sehr fix (v.a. wenn man immer dasselbe verwendet und seine Daten aus dem Vorjahr einfach importieren und editieren kann), und ein bisserl was kommt eigentlich immer bei rum.
    Nachteil ist halt, dass man das Programm kaufen und da halt Geld für ausgeben muss. Das lohnte sich bei mir aber immer, weil das Erstellen der Steuererklärung so nur noch ne Sache von 1-2 Stunden ist statt von nem ganzen Wochenende durch-Formulare-wühlen-und-von-Hand-ausfüllen. Die eingesparte Zeit und das vom Finanzamt zurückerhaltene Geld sind mir die 25 Euro fürs WISO-Programm mehr als wert. :)
    Abgeben kann man auch direkt aus dem Programm heraus über ELSTER online (wenn man sich dort registriert hat, natürlich). Letztes Jahr war das Steuererklärung abgeben also genau die Mühe, mit der Maus auf "absenden" zu klicken. Keine Post, kein Gang zum FA, nichtmal Belege musste ich nachsenden (war nur Kleinkram - und das Finanzamt will diesen Kram in der Regel nicht sehen, ansonsten fragen sie nach). Einfacher geht's nicht. :)
     
  14. Falk

    Falk ChickenWizzardwing

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    @Veldryn: Da ich mich jetzt auch mit dem Thema beschäftigen darf, ich denke es ist dieses Programm gemeint, oder? Kann es wirklich sein, dass WISO für Windows 7/8 und XP kompatibel ist, aber nicht für Vista :hae:
    (Will zwar schon seit ewiger Zeit ein neues Windows installieren, bin aber immer noch zu faul dazu :rolleyes: )
     
  15. Caesar

    Caesar C

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    Nimm doch das.

    das ist Vista kompatibel, günstiger und du musst nicht auf die Post warten. Ich glaube sie haben das Vista einfach nicht rein geschrieben weil es niemand benutzt bzw sie es vergessen haben :D
     
  16. Falk

    Falk ChickenWizzardwing

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    @C: Danke für den Link! Aber musst du den Finger noch in die Vista-Wunde drücken, schließlich hat mich mein Outing große Überwindung gekostet! ;) :D
     
  17. David

    David Moderner Nomade

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    Ich denke, ich werde es dieses Jahr einfach mal ausprobieren, viel zu verlieren habe ich ja anscheinend nicht.

    Ist eigentlich das Finanzamt des Wohn- oder des Arbeitsortes zuständig ?
     
  18. Falk

    Falk ChickenWizzardwing

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    @David: Das Finanzamt deines Wohnortes.
     
  19. David

    David Moderner Nomade

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    Danke, dann habe ich glaube ich wenigstens schonmal die richtigen Formulare. :)

    Den Rest mach ich dann später. :shine:
     
  20. Veldryn

    Veldryn Strauchdiebin

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    @Falk: Genau das, hab aber auch die Downloadversion aus Cs Link (sollte aber dasselbe sein). Alles was unter XP und 7 läuft, sollte auch unter Vista laufen, die haben das wohl nur nicht reingeschrieben, weil sie davon ausgingen, dass kein vernünftiger Mensch Vista benutzt *duck* :D
     
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