Eine Umfrage zur Übersetzung von Baldur's Gate und anderen Rollenspielen

Silvyna

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Hallo ihr Lieben,

Ich führe momentan eine Umfrage zum Thema Videospielübersetzungen durch und habe dabei auch Baldur's Gate und Neverwinter Nights unter die Lupe genommen. Mein Fokus liegt dabei auf Wortneubildungen. Ich möchte herausfinden, was die Spieler von den Übersetzungen solcher Wortneubildungen halten. Und da kommt ihr ins Spiel:
Wenn euch das Thema interessiert würde ich mich total freuen, wenn ihr an der Umfrage teilnehmen könntet. Momentan suche ich vor allem nach Personen die 30 Jahre oder älter sind, generell kann aber gerne jeder mitmachen. Die Umfrage dauert nur wenige Minuten und ihr leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaft. Danke schon mal im Voraus an alle, die teilnehmen!

Hier geht's zur Umfrage:
https://survey2.edu.uni-graz.at/387219/lang-de
 

Vernochan

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Hallo Silvyna,

nicht unbedingt die "feine Englische" Art einfach so irgendwo in einem Forum ohne Rückfrage solche Umfragen zu posten. Wenn du sowas im Briefkasten hättest, würde das vermutlich ja auch nur im Mülleimer landen ;)

Da es sich hierbei allerdings um eine Umfrage für deine Masterarbeit geht und auch keinerlei Persönliche Daten gesammelt werden, will ich mal nicht so sein und lasse sie hier stehen. :)


Gruß,
Verno
 

Brucki

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Ich habe gerade die Umfrage durchgeführt, denke vom Alter und Vorlieben passe ich in's Beuteschema :D
 

Silvyna

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Hallo Silvyna,

nicht unbedingt die "feine Englische" Art einfach so irgendwo in einem Forum ohne Rückfrage solche Umfragen zu posten. Wenn du sowas im Briefkasten hättest, würde das vermutlich ja auch nur im Mülleimer landen ;)

Da es sich hierbei allerdings um eine Umfrage für deine Masterarbeit geht und auch keinerlei Persönliche Daten gesammelt werden, will ich mal nicht so sein und lasse sie hier stehen. :)


Gruß,
Verno

Hallo Verno,

Ich hatte mir gedacht, dass dieser Post vielleicht okay geht, wenn ich in den Titel direkt schreibe, dass es um eine Umfrage geht. So können die Personen, die an sowas kein Interesse haben, den Post einfach ignorieren.
Wenn ich trotzdem jemanden belästigt habe, tut es mir sehr leid, das wollte ich nicht.

Danke, dass du den Post nicht gelöscht hast! Das freut mich sehr.

Liebe Grüße
Verena
 

Acifer

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Ich hab' auch mitgemacht.
Da ich grundsätzlich die lokalisierte deutsche Fassung eines Spiels bevorzuge, finde ich solch eine Umfrage sehr gelungen.
 

Jastey

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Ich verstehe die Umfrage nicht, Das waren doch alles komplett normale Begriffe? :D
Die drittletzte Frage fand ich klasse.^^
 

Maus

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Technischer Hinweis: 5 Antwortabstufungen reichen in der Regel völlig aus (und die werden in der Regel hinterher auf 3 kondensiert). Alles andere macht die Auswertung schwieriger, vor allem, wenn man kleine Zahlen an Antworten hat.
 

Silvyna

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Ich verstehe die Umfrage nicht, Das waren doch alles komplett normale Begriffe? :D
Die drittletzte Frage fand ich klasse.^^
Haha normal ist relativ. :) Wobei du natürlich in sofern recht hast, da viele der Begriffe sich aus bekannten Wörtern zusammensetzen. Aber als Gesamtes ergeben sich dann wieder ganz witzige Komposita. "In die andere Richtung schauen"-Gebühren find ich z. B. sehr spannend. :D
Danke für deine Teilnahme!
 

Silvyna

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Technischer Hinweis: 5 Antwortabstufungen reichen in der Regel völlig aus (und die werden in der Regel hinterher auf 3 kondensiert). Alles andere macht die Auswertung schwieriger, vor allem, wenn man kleine Zahlen an Antworten hat.
Vielen Dank für den Hinweis! Da das meine erste Umfrage ist, kann ich Feedback sehr gut brauchen!
Hast du auch schon mal eine Umfrage durchgeführt? Wie lief es bei dir? Hast du genug Teilnehmer gefunden?
 

Jastey

Matron Modderholic
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Ich studiere Übersetzung und will mich auf Videospiele spezialisieren.
Oh, spannend! Ich hatte bei der Umfrage schon überlegt, das falsche studiert zu haben. :) Aber zum professionellen Übersetzen reicht's bei mir nicht.
normal ist relativ.
Ich wollte mich über mich selbst lustig machen - bin doch schon sehr viel "vernerdeter" als mir bewusst ist. Daher fand ich die Umfrage ziemlich spannend, weil ich mir da vorher nicht wirklich Gedanken zu gemacht hatte. :up: Viel Erfolg!
 

Maus

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Ich habe schon einige Umfragen begleitet oder durchgeführt. An der Uni viele Vorlesungsumfragen (habe das mal für ein paar Jahre organisiert und ausgewertet) und später dann weniger selber gemacht, aber halt die Auswertungen diskutiert mit professionellen Anbietern.
Teilnehmerzahlen waren da immer recht hoch. Aber halt die Aussagekraft immer ein wenig schwierig, wenn die Fragen zu sehr ausgeufert sind.

Der Hinweis direkt dazu: immer von hinten arbeiten. Welche Aussage erwarte ich von einer Umfrage? Was muss ich fragen, um eine solche Aussage treffen zu können (oder halt zu verwerfen)? Und dann erst in die Fragen rein gehen. Und beim Design dann halt auch Kontrollfragen drin haben, um nachher die Leute rausschmeißen zu können, die nur irgendwas ankreuzen ohne nachzudenken. Die eine Frage passt da ganz gut, ist aber zu offensichtlich.

Für die Umfrage stellt sich mir halt die Frage: was ist der Mehrwert wenn man eine so starke Unterteilung der Antworten hat gegenüber ja/nein/vielleicht? Und rechtfertigt dieser Mehrwert die unweigerlich schlechtere statistische Aussagekraft? Ich behaupte mal: nein, es sei denn da nehmen deutlich über 1000 Leute teil.
Viele nehmen als Antwortoptionen auch Ja/überwiegend ja/vielleicht/überwiegend nein/nein und fassen dann die beiden ja- und die beiden nein-Kategorien zusammen. Der Hintergrund dazu: viele Menschen tun sich schwer damit, sich direkt festzulegen. Daher antworten bei den 3 Antwortoptionen viele mit vielleicht. Wenn man 5 anbietet, dann sind überraschend viele bei den beiden mit überwiegend dabei. Die kann man dann ruhig als ja und nein Antworten zählen, weil die Teilnehmer ja eine Präferenz für diese Antwort angegeben haben. Die vielen "Vielleicht"-Antworten bei den 3 Optionen helfen bei der Ableitung einer Aussage überhaupt nicht weiter.
So viele Antwortabstufungen wie in der Umfrage hier, sind halt nicht hilfreich, weil die Leute viel zu viel Zeit damit verschwenden zu überlegen, was sie jetzt genau ankreuzen sollen. Und man hinterher aus der Verteilung der Abstufungen eh kaum Schlüsse ziehen kann.

Das ist aus meiner Sicht gerade bei Studienarbeiten häufig ein Manko: die Studenten haben im Studium überhaupt nicht gelernt, wie man gute Umfragen designed (da könnte man eine eigenen 2h-Vorlesung zu machen). Und den Betreuern ist auch recht egal, bzw. kennen die sich auch nicht wirklich aus. Die Studis stecken dann viel Arbeit in die Umfragen und die Rekrutierung der Teilnehmenden und am Ende kommt wenig Belastbares dabei raus. Für die Abschlussarbeit reicht das in der Regel auch aus und das ist auch ok so. Aber so richtig weiter bringt es einen halt nicht...
 

Brucki

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Auf jeden Fall! :up::) Ich studiere Übersetzung und will mich auf Videospiele spezialisieren. :)
Klingt spannend auch wenn es denke nicht einfach ist bei Videospielen, Filmen ect. mit Übersetzungen wegen Eigennamen oder dergleichen. Wünsche Dir aber viel Erfolg!
 

Silvyna

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Oh, spannend! Ich hatte bei der Umfrage schon überlegt, das falsche studiert zu haben. :) Aber zum professionellen Übersetzen reicht's bei mir nicht.

Ich wollte mich über mich selbst lustig machen - bin doch schon sehr viel "vernerdeter" als mir bewusst ist. Daher fand ich die Umfrage ziemlich spannend, weil ich mir da vorher nicht wirklich Gedanken zu gemacht hatte. :up: Viel Erfolg!
Was hast du denn studiert, wenn ich fragen darf? :)

Die Ironie ist mir gar nicht aufgefallen, ups ... :D Freut mich, dass du die Umfrage spannend fandst. Danke! :)
 

Silvyna

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Klingt spannend auch wenn es denke nicht einfach ist bei Videospielen, Filmen ect. mit Übersetzungen wegen Eigennamen oder dergleichen. Wünsche Dir aber viel Erfolg!
Du hast recht, es ist ein ziemlich schwieriges Fachgebiet. Ich hab auch schon ein Praktikum in der Branche gemacht, was super spannend und anspruchsvoll war. Es gibt da superviel zu lernen und zu beachten. :) Danke dir!
 

Silvyna

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Ich habe schon einige Umfragen begleitet oder durchgeführt. An der Uni viele Vorlesungsumfragen (habe das mal für ein paar Jahre organisiert und ausgewertet) und später dann weniger selber gemacht, aber halt die Auswertungen diskutiert mit professionellen Anbietern.
Teilnehmerzahlen waren da immer recht hoch. Aber halt die Aussagekraft immer ein wenig schwierig, wenn die Fragen zu sehr ausgeufert sind.

Der Hinweis direkt dazu: immer von hinten arbeiten. Welche Aussage erwarte ich von einer Umfrage? Was muss ich fragen, um eine solche Aussage treffen zu können (oder halt zu verwerfen)? Und dann erst in die Fragen rein gehen. Und beim Design dann halt auch Kontrollfragen drin haben, um nachher die Leute rausschmeißen zu können, die nur irgendwas ankreuzen ohne nachzudenken. Die eine Frage passt da ganz gut, ist aber zu offensichtlich.

Für die Umfrage stellt sich mir halt die Frage: was ist der Mehrwert wenn man eine so starke Unterteilung der Antworten hat gegenüber ja/nein/vielleicht? Und rechtfertigt dieser Mehrwert die unweigerlich schlechtere statistische Aussagekraft? Ich behaupte mal: nein, es sei denn da nehmen deutlich über 1000 Leute teil.
Viele nehmen als Antwortoptionen auch Ja/überwiegend ja/vielleicht/überwiegend nein/nein und fassen dann die beiden ja- und die beiden nein-Kategorien zusammen. Der Hintergrund dazu: viele Menschen tun sich schwer damit, sich direkt festzulegen. Daher antworten bei den 3 Antwortoptionen viele mit vielleicht. Wenn man 5 anbietet, dann sind überraschend viele bei den beiden mit überwiegend dabei. Die kann man dann ruhig als ja und nein Antworten zählen, weil die Teilnehmer ja eine Präferenz für diese Antwort angegeben haben. Die vielen "Vielleicht"-Antworten bei den 3 Optionen helfen bei der Ableitung einer Aussage überhaupt nicht weiter.
So viele Antwortabstufungen wie in der Umfrage hier, sind halt nicht hilfreich, weil die Leute viel zu viel Zeit damit verschwenden zu überlegen, was sie jetzt genau ankreuzen sollen. Und man hinterher aus der Verteilung der Abstufungen eh kaum Schlüsse ziehen kann.

Das ist aus meiner Sicht gerade bei Studienarbeiten häufig ein Manko: die Studenten haben im Studium überhaupt nicht gelernt, wie man gute Umfragen designed (da könnte man eine eigenen 2h-Vorlesung zu machen). Und den Betreuern ist auch recht egal, bzw. kennen die sich auch nicht wirklich aus. Die Studis stecken dann viel Arbeit in die Umfragen und die Rekrutierung der Teilnehmenden und am Ende kommt wenig Belastbares dabei raus. Für die Abschlussarbeit reicht das in der Regel auch aus und das ist auch ok so. Aber so richtig weiter bringt es einen halt nicht...
Wow, vielen Dank für die spannenden Erklärungen. Du hast leider recht, mein Betreuer ist nicht sonderlich versiert, wenn es um Umfragen geht. Leider hat aber auch kein anderer potentieller Betreuer an unserem Institut mehr Erfahrung auf dem Gebiet. Vermutlich weil Meinungsumfragen schon recht selten in der Translationswissenschaft zum Einsatz kommen. Er gibt sich aber immerhin Mühe. :D

Mein Plan für die Auswertung war ursprünglich, dass ich mit Durchschnittswerten arbeite. D. h. ich hätte für die einzelnen Begriffe ermittelt, wie diese durchschnittlich bewertet wurden, um dann einen Vergleich zwischen den Begriffen anstellen zu können. Anders wäre es auch kaum möglich, da die Umfrage insgesamt ca. 100 Begriffe enthält und zu jedem Begriff 4 Skalen + die Übersetzungsvorschläge. Die Begriffe habe ich schon im Voraus fünf Übersetzungsstrategien zugeordnet, basierend auf der Literatur zum Thema. Letztlich war meine Hoffnung, dass sich durch die Durchschnittswerte am Ende herauskristallisiert, welche Übersetzungsstrategien am beliebtesten sind, sowohl insgesamt als auch im Hinblick auf die Kriterien Verständlichkeit, Klang und Natürlichkeit, die in der Umfrage erfragt werden. Die 10-er-Skalen habe ich verwendet, weil ich dachte, dass es so leichter ist, die Begriffe intuitiv zu bewerten, wie man es ja auch beim Spielen unweigerlich tut. Denn so gibt es für die einzelnen Abstufungen keine genaue Bezeichnung, die man sich durch den Kopf gehen lassen muss.

Aber es stimmt schon, eventuell erziele ich damit genau den gegenteiligen Effekt, und die Teilnehmer haben dadurch Schwierigkeiten, sich zu entscheiden. Deine Kritik ist jedenfalls super hilfreich und ich bin gerade sehr froh, dass ich noch keinen Zeitdruck mit der Arbeit habe. :D Ich werde deine Kritik auf jeden Fall mit meinem Betreuer besprechen. Mal schauen, was er dazu sagt.

Momentan habe ich knapp 300 Teilnehmer, also bezweifle ich, dass ich über 1000 komme. :)
Danke nochmal für deine ausführliche und fachkundige Kritik! Das weiß ich sehr zu schätzen!
 

Maus

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Vielleicht noch ein allgemeiner Tipp für alle solche Umfragen: normiere die Ergebnisse. Wenn du z.B. bei den Fragen unterschiedlich viele Antworten hast (würde ich mind. bei den Fragen nach den Übersetzungsvorschlägen erwarten), dann teile deine Skala durch die Anzahl der Personen, die die Frage beantwortet haben. Damit machst du das Ergebnis einer Frage vergleichbar mit dem Ergebnis anderer Fragen und möglicherweise auch anderer Umfragen.
Wenn du nur mit Mittelwerten operierst, kommt das aufs Gleiche raus. Aber ich vermute, dass du gerade bei den Fragen mit Freitext-Antworten keine Mittelwerte bilden kannst. Da sollte dann die Statistik eben normiert sein.

Normierung läuft in verschiedenen Stufen ab. Z.B. solltest du bei deiner 10er Skala nicht die Stufen mit 1-10 bewerten, sondern zwischen 0 und 1 (und dann halt in 0.111er Schritten). Wenn man das macht kannst du nachher das Ergebnis z.B. auch mit einer 5er Skala vergleichen, wenn dort ebenfalls die Ergebnisse auf 0-1 (dann halt in 0.25er Schritten) normiert wurde. Die Normierung wird in der Regel auf 0-1 normiert, weil dann viele statistische Verfahren direkt darauf angewendet werden können, ohne dass man nochmal umrechnen muss.
Und wenn man halt vorher dran denkt, dann hätte man vllt 11 Stufen genommen, um elegant von 0-1 in 0.1er Schritten das machen zu können.

Und gräme dich nicht darüber, die ersten 5 Jahre in so einem Gebiet zahlt man ziemlich viel Lehrgeld und meistens sind einem die ersten Umfragen Jahre später eher peinlich ;) :D
 
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