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[BG:SoD] Das neue Baldur's Gate - Siege of Dragonspear

Dieses Thema im Forum "Baldur's Gate: Enhanced Edition" wurde erstellt von Thanathos, 10. Juli 2015.

  1. Astaldo

    Astaldo Vampireslayer

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    So hab es jetzt auch durchgeschafft.

    Positiv finde ich dass man doch recht viele unterschiedliche Waffen und Items geschaffen hat. Die Kämpfe sind auf dem mittleren Grad knackig, da man nicht mehr einzelne Leute rauspullen kann ohne das der Rest der Gruppe hinterherkommt. Im Großen und Ganzen muss man schon mehr auspacken, als noch in BG notwendig war. Wohl dem der schon mal was von heimlichen Erkunden gehört hat. Auch das Zauberreportoire wurde intensiver genutzt. Ist schon selten dämlich wenn man erst durch SoD sieht, dass es einen Zauber namens Negative Plane Protection gibt. Der wäre mir in meinen bisherigen BG2 Runs schon nützlich gewesen. Gibt halt immer wieder was zu entdecken.

    Wie andere schon geschrieben haben, sind die Nebenquests gelungen. Die Hauptstory hat man irgendwie schon mal gehört. Das Ende fand ich dann auch nicht ganz so pralle.

    Schön war auch das man neue NPCs mit anderen Klassen integriert hat.

    Das führt mich dann aber auch schon zu einem meiner größten Minuspunkte. Wenn man SoD einmal gespielt hat, weiß man welche NPCs da zur Verfügung stehen und wenn jemand so krank ist wie ich, der wenn dann Chars nur von Beginn BG1 spielt, wird wahrscheinlich dazuneigen in BG1 nur Leute einzupacken, die man auch in SoD hat um lästiges Umpacken oder den Verlust von Gegenständen vorzubeugen.

    Reizvoll wäre halt ein Übergang zwischen allen Teilen, der berücksichtigen würde, welche Chars schon gestorben sind und auch nicht wiederbelebt wurden. Die Interaktion zwischen den Chars war jetzt auch nicht so überwältigend, dass man nicht einfach den ein oder anderen hätte noch mit hinstellen können. Zumindest eine erste Romanze gab es.

    Was aber komplett abhanden gekommen war, ist der Leveldrang. Dafür bietet das Spiel dann doch nicht den Umfang, wobei es mich schon gewundert hat, das am Ende auf einmal da 7-9k xp pro Mob rausgehauen worden obwohl die eigentlich wie die Fliegen gefallen sind.

    Ganz vergessen hab ich die kleineren KI-Aussetzer bei der Wegfindung. Da laufen sich manchmal Chars an anderen Chars fest und zuckeln dann dort rum. Das kann schon nervig sein.

    Am Ende hab ich es mir halt gekauft, weil BG1 und BG2 richtig gut waren und auf das letzte Kapitel nicht verzichten wollte. Der Weisheit letzter Schluss war es in meinen Augen aber nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Mai 2016
  2. Maric

    Maric Junior Member

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    weiß eigentlich jemand, ob generell an lokalisierungen vom Addon gearbeitet wird oder ob dies noch irgendwann geplant ist?
     
  3. Dagrande

    Dagrande Junior Member

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    ist Siege of the Dragonspear schon auf deutsch rauskommen? Oder gibts da nen patch mit deutscher Sprachausgabe?
     
  4. Maric

    Maric Junior Member

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    Nein leider nicht und ich habe auch keine Ahnung ob es überhaupt noch ein Team gibt, was daran arbeitet.

    Laut irgendeinem Beamdog Forenposting liegt das auch vollständig in der Hand von Freiwilligen. Da wird leider kein Geld in die Hand genommen.
     
  5. Shai Hulud

    Shai Hulud Junior Member

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    Grundsätzlich gibt es noch ein Übersetzungs-Team – wenn auch nur ein kleines. Allerdings war die letzte Nachricht von Beamdog, dass wir mit dem Start der Übersetzung noch warten sollen. Das ist jetzt schon 11 Monate her. :c:
     
  6. Beleg Cuthalion

    Beleg Cuthalion Senior Member

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    Das ist ja das Dilemma ... selbst wenn sich wer findet der freiwillig übersetzt, heißt das noch nicht dass die übersetzungen dann irgendwann auch ins spiel finden. das ist dann auch nicht grade motivierend ...
     
  7. Quentin

    Quentin Senior Member

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  8. Fabian

    Fabian Hefti

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    Hallo alle zusammen, Habe eben erst zum ersten mal von der neuen Erweiterung SoD gehört. Ist es empfehlenswert? :)
     
  9. Maus

    Maus Senior Member

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    Ja. Ich habs gerade durchgespielt und es hat richtig Spass gemacht. Ist aber halt nur ein Add-on, also nicht erwarten, dass man da die gleiche Zeit mit verbringt wie in den anderen beiden Teilen. Mods bringen da noch ein wenig Zug rein. Ich kann da noch Drake als NPC empfehlen, der ist in SoD auch richtig aktiv.

    Ich finds auch ein bisschen ambivalenter als die anderen beiden Teile. Ist nicht immer so glasklar, was denn jetzt gut oder böse ist. Auch einige der Charaktere sind da nicht so klar einzuordnen (natürlich gibt's wie immer den richtig Bösen...). Und ich vermute mal (von den Antwortoptionen her), dass man tatsächlich auch böse spielen kann. Und ein paar kleinere Schweinereien hab ich eh verbrochen, kam so RP-mässig einfach besser.

    Die Nebenquests sind so BG-style, die Hauptquest hat aber mehr so größere Kämpfe drin, bei denen jede Menge NPCs mitmischen, das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

    Und wenn man die XP-Cap rausnimmt ist es von der Schwierigkeit her auch nicht schwer.

    Unter Tipps und Tricks würde ich sagen: Kleriker muss mit. Glint ist ein netter NPC und die Items für die Goblin-Schamanin versprechen auch einen kampfstarken Char (hab sie aber nur kurz dabei gehabt). Ich hatte noch Voghiln mit dabei, aber der war nicht so gut gemacht wie Glint und mit weniger Interaktion.
     
  10. Wedge

    Wedge Wedgetarian

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    Ich sage nein. Auf jedenfall nicht zum Vollpreis.

    Die Level sind ganz schön und durchdacht aufgebaut, auch sehr ansprechend gestaltet und so. Die Sprecher sind gut, die Musik nervt nicht und die Soundkulisse kulisst halt so vor sich hin. Alles also durchaus im grünen Bereich.

    Aber die Story ist leider richtig, richtig lame. Schon nach den ersten drei Sätzen von der Antagonistin wußte ich genau, wie die Story ablaufen und aufgelöst werden wird, mehr oder weniger sogar beat für beat. So nach dem Motto "Ah, in diesem Gebiet erfahren wir jetzt also, dass..." und das immer und immer und immer wieder.

    Und dazu kommt dann noch, dass ich diejenigen Dialoge, die den MC involvieren, unfassbar schlecht geschrieben finde. Schlecht, weil altbacken und überholt. Ich glaub, sie haben da versucht, dass wie in Dragon Age 2 durchzuziehen, aber das funktioniert überhaupt nicht hier, finde ich. Die erste Antwort ist die selbstmörderisch Altruistische, die zweite die "Lustige", die dritte die selbstmörderisch Psychopathische. Rinse 'n repeat. In jedem Dialog. Und das Lustige ist nicht lustig, sondern bestenfalls überlesenswert und schlimmstenfalls cringeworthy. Die Partydialoge gehen, aber da ist ja der MC auch nicht involviert. :D

    Weiß auch nicht, warum das bei mir so schwer wiegt, aber ich habe mich aktiv durch die letzten 2/3 des Spiels durchgequält und hatte keine Minute Spass dabei.

    Für nen 5er, oder nen 10er, wenn man es eilig hat, kann es vermutlich schon mitnehmen, aber selbst dann bleibt der Faktor, dass man ja neben Geld noch Lebenszeit dazuzahlt. :D
     
  11. Genwa

    Genwa Betrachter

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    Ich habe 20 Euro dafür ausgegeben (bzw. einen Gutschein eingelöst) und bin sehr zufrieden. Nachdem ich viele schlechte Kritiken gelesen habe, hatte ich nur niedrige Erwartungen und wurde positiv überrascht.
    Die Charaktere sind gelungen, die Gebiete sehen gut aus, die Schamanenklasse ist spielenswert und die Handlung ist vielleicht nicht besonders überraschend, fügt sich aber soweit gut in die Geschichte ein (Die Story von BG1 hat ja selbst auch nicht unbedingt von ihren vielen, unerwarteten Wendungen gelebt...)
    Dazu gibt es einige interessante Nebenschauplätze und -quests.
    Das Potential für Mods ist hoch.

    Ich bin froh und unterstütze es, dass nach so langen Zeit noch eine Erweiterung erschienen ist.
    Dass diese nicht allen Erwartungen gerecht werden kann, ist selbstverständlich.
     
  12. Jastey

    Jastey Senior Member

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    Es scheint, ich hatte hier gar nicht mein Fazit nach dem Beenden reingeschrieben.
    Kurz gesagt: Das gesamt Ende hat mich maßlos enttäuscht. Das Ende, wenn man weder nur gut oder nur schlecht UND sich bei der Anhörung nicht selbst verteidigt hat, ist einfach völlig daneben - niemand sagt der HC was, sie flieht alleine, muss noch Leute auf dem Weg tothauen, man erfährt nichts darüber, dass die Stimmung in der Stadt durchaus zweispältig ist (Gegner sowohl als auch Unterstützer anwesend sein). Eine Situation, in der man zuerst denken müsste, der HC ist angegriffen worden, wird sofort als Straftat des HC ausgelegt. Plötzlich sind alle gegen den HC, Drama um des Dramas Willen und e-wi-ge Cutszenen, durch die man sich durchkauen muss. Dazu noch ein riesiger, neu aufgemachter Plothole, mit dem man dann in die BGII startet - und das, obwohl SoD ja gerade das Loch zwischen den beiden Spielen schließen sollte.
    Ich war danach echt stinkig.

    Ein Tipp an alle: Bei der Anhörung auf alle Fälle alle guten Taten auflisten. Dann ist das Ende zumindest einigermaßen erträglich.
     
  13. Wedge

    Wedge Wedgetarian

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    Das Plotloch hat mich jetzt gar nicht so gestört - aber ich bin ja auch einer von denen, die die Story von BG2 für fundamental nicht-funktional halten und das Spiel trotzdem lieben. :D

    Ein viel größeres Problem ist für mich die Zerstörung der linearen Eskalation, oder wie auch immer man das nennen will.

    In BG1 geht die Reise von Kerzenburg bis Baldur's Tor, es wird die Gefahr innerhalb des Königreiches bewältigt und gegen weltliche Widersacher gekämpft. Der Antagonist ist der dunkle Spiegel des Protagonisten.
    In BG2 geht die Reise von Athkatla über das Unterreich bis nach Suldanessalar. Es wird eskaliert, das Königreich wird verlassen und in der Fremde die Gefahr für mehrere Reiche bewältitg. Die Widersacher werden um den mythologischen Aspekt erweitert (Drachen, Dämonen, etc), der Protagonist muss das Böse in ihm/ihr selbst stellen und überwinden, der Antagonist steht irgendwo zwischen sterblich und unsterblich.
    In ToB geht die Reise von der materiellen Welt der Sterblichen in die konzeptionelle Welt der Unsterblichen, in das Reich von Potenzial, in dem die Götter hausen. Die Widersacher werden um das Übernatürliche erweitert (Engel, Halbgötter, Aspiranten, Götter), der Protagonist ringt mit dem göttlichen Funken und all dessen Verzwickungen selbst, der Antagonist ist die Essenz des Vaters.

    Es ist die archetypische Heldenreise, mit allem was dazugehört.

    Und dann kommt SoD und schmeißt die die Hölle und fremde Länder und Engel und Dämonen einfach mittenmank und zerstört die Reise, zerstört den Wachstumsprozess des Protagonisten, zerstört die lineare Eskalation.

    Oder, weniger abstrakt, wie sollen CHARNAME und der Spieler sowas wie Trolle, Vampire und Drow noch ernstnehmen, wenn wir grade aus der Hölle kommen und Dämonenhorden bekämpft haben.
     
  14. Jastey

    Jastey Senior Member

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    Ja, das auch... Vor allem, weil es derselbe Dämon wie in IWD(II?) ist. Ich habe mich ein bisschen gefragt, was die Devs eigentlich so geraucht haben, als sie sich diese weiter, schneller, höher Story voller Plotholes ausgedacht haben. Aber da gehört für mich alles dazu: alleine schon, dass die Stadt "über Nacht" überrannt ist mit Flüchtenden (ich weiß, sollen im Spiel mindestens zwei Wochen vergangen sein - machts auch nicht besser). Erinnert sich jemand an die Situation vorher? Die gesamte Schwertküste überzogen von Banditen, die Stadt hatte wegen der Krise sogar die Tore geschlossen - nicht einer, der davor gewartet hätte, und nun kommt aus einer bestimmten Richtung ein Heer angezogen, ist aber eigentlich noch weit weg und die gesamte Landbevölkerung rennt mal eben in die Stadt. (Ja, ich weiß, die Engine konnte vorher nicht so viele Leute auf einmal händeln - aber trotzdem). Dann muss es natürlich eine Bedrohung sein, die die gesamte Schwertküste - nein, gesamt Faerûn bedroht!! Das Erbe des HC ist plötzlich allgemein bekannt und lockt nicht nur die Widersacher als Bedrohung für den HC an sondern, nein, macht das Erbe zur Bedrohung für ganz Faerûn!!
    Und wenn man dann aus dem Avernus nach dem Plätten eines Dämonenlords wieder da ist und sich dem Hass und der Verleumdung der gesamten Stadt gestellt hat - dann wird man immer noch einfach so von irgendwelchen Attentätern gefangen genommen. Und steht dann in Athkatla, also Amn, für das man vorher immerhin einen Krieg verhindert hat, als Niemand in der Staße.

    Was ich allerdings cool fand und meiner Meinung nach den Fluss nicht gestört hat, war z.B. der grüne Drache... an dem sich meine Gruppe ganz, ganz leise vorbeigeschlichen hat... Das fand ich sogar irgendwie gut, weil es das ganze (für mich) eher glaubhafter gemacht hat, schließlich ist es nicht realistisch, dass man nur auf Gegner trifft, die man auch levelmäßig bekämpfen kann... Das und das Konzept, dass man wirklich alles Platthauen muss, was man in BG so aufschreckt, ist eigentlich ein Konzept, was mich von Baldur's Gate insgesamt eher abgeturnt hat (finde ich z.B. in Gothik viel besser, dass man Kämpfe auch einfach mal vermeiden oder abbrechen kann).
     
  15. Maus

    Maus Senior Member

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    Ich denke, ich seh da viele Dinge anders... erstmal zu den Fakten: keine Engel und auch keine fremden Länder, nur Hölle mit Dämonen.

    Nach dem Zwischenfall an der Brücke ist die Abstammung des HC kein Geheimnis mehr und durch Sarevoks Tagebuch kennt der Rat die Abstammung des HC schon in BG1 und sowas sickert dann immer durch. Auch in SoD wird der HC dauernd wegen seiner Abstammung misstrauisch beäugt. Von den einfachen Soldaten (im Lager) bis hin zu den Kommandeuren. Da werden ihm dauernd Schlächter-Motive unterstellt (voll unfair).
    Dass der HC und die Gruppe die ganze Drecksarbeit für die Koalition machen, wird halt dankend angenommen. Das war aber schon immer und überall so ;)

    Das mit der überfüllten Stadt am Anfang hat bisserl was von Schwanzvergleich so nach dem Motto: guck wieviele NSC unsere Engine jetzt handhaben kann. Hätte man sich sparen können, vor allem da es spieltechnisch mit der Wegfindung nicht gerade beeindruckend ist...

    Den Übergang finde ich passend. Hat sich vielleicht bis nach Amn herumgesprochen, was der HC so alles gemacht hat, aber er kommt ja nicht als strahlender Held nach Athkatla geritten, sondern eher verdreckt und verstaubt aus dem Untergrund unter zweifelhaften Umständen...

    Die Hölle hätte man sich sparen können... da hatten sie sich bei der Plotentwicklung wahrscheinlich verrannt; hätte man sicherlich anders auch besser auflösen können. Richtig gut wäre gewesen, wenn man sich im Spiel auch für Caelar hätte entscheiden können. Das wird ja jetzt so wie es aussieht als Mod angegangen. Ohne die Hölle würde es denke ich auch gut in die von Wedge beschriebene Entwicklung passen.

    Beim Ende hab ich auch selbst verteidigt, von daher ist mir da wohl einiges erspart geblieben. Kann ich also schlecht beurteilen. Die ganze Sache an sich finde ich aber gar nicht so schlecht; vor allem das Gespräch mit Corwin fand ich recht interessant. Einfach mal mit sowas konfrontiert zu werden.

    Ich finde einiges durchaus plausibel, wenn man nicht nur die Sichtweise des HC betrachtet, sondern auch wie er nach außen wirkt; vor allem weil ja die Menschen nur einen Teil seiner Taten kennen (können) und sowas ja durchaus furchteinflössend sein kann. Und er wäre nicht der erste Held, der für deine Heldentaten nachher vom undankbaren Pöbel gelyncht wird. Sei es nur drum, weil man gar nicht so heldenhaft sein kann, ohne dass daran was faul wäre... wer schaut schon gerne in das Heldenbild und erkennt dann die eigene Unzulänglichkeit?