Wobei die Kritik an der Witcher-Serie ja wesentlich weiter gefasst ist: Die Charaktere wurden auf Weisen interpretiert und mit Hintergrundgeschichten versehen, die sich mit der Geschichte beißen - ein Beispiel hierfür ist Yennefer. Auch der Sozialkommentar ist eher us-zentrisch, als dass er die Konflikte des europäischen Mitteleuropas beleuchtet, wie Sapkowski es in seinen Büchern tat, und einige der Charaktere und ihre Motive, zu denen Lauren Hissrich sich äußerte, scheint sie selbst nicht verstanden zu haben.
Ich finde es gut, in einer politischen, wenn auch fantastischen Geschichte gegenwärtige Themen zu behandeln und sie einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Störend finde ich es, wenn zentrale Elemente uminterpretiert und behandelte Konflikte amerikanisiert werden. Bezüglich der BG-Serie hoffe ich, dass sie nicht bloß als plumpe Geldmaschine oder elitärer US-Sozialkommentar missbraucht wird.